23.01.2020 - 10:52 Uhr
TännesbergOberpfalz

Neuer Bebauungsplan bringt 12 Bauplätze

Der Gemeinderat kümmert sich weiter um das neue Baugebiet "Am Kohlbuch II". Die Bauherren bekommen dabei soviel Freiheit wie möglich. Die Maschinen sollen bald anrollen

Der Bebauungsplan „Am Kohlbuch II“ soll weitere Impulse in der Bereitstellung von Bauland in Tännesberg bringen. Der Gemeinderat Tännesberg beschloss in der Sitzung einige Änderungen dazu, wie die Reduzierung der Bauparzellen von 13 auf 12.
von Peter GarreissProfil

In der letzten Sitzung des Marktgemeinderates Tännesberg ging es weiter um den Bebauungsplan „Am Kohlbuch II“ an der Oberviechtacher Straße. Das geplante Baugebiet gehört bereits der Gemeinde. Bürgermeister Max Völkl und Rathaus-Geschäftsleiter Lothar Kipp machten zu Beginn der Sitzung deutlich, dass man ein Bebauungsgebiet wolle, in dem möglichst viel Baufreiheit herrsche, so dass für den Bauherrn nur wenige kostspielige Befreiungen erforderlich sind.

Das staatliche Bauamt und das Landratsamt haben ihre Zustimmung signalisiert. In der Zwischenzeit, so Völkl, habe Architekt Hubert Liebl aus Tännesberg eine weitere Planung mit 13 Wohngebäuden erstellt, die das Gemeindeoberhaupt in der Sitzung zur Diskussion stellte. Hubert Liebl schlug die Festlegung eines allgemeinen Wohngebietes vor, in dem alle Dinge möglich sind, die das Wohnen nicht stören. Liebl schlug vor, je nach Wunschgrößen der Bauplätze, entweder 11 oder 13 Bauparzellen auszuweisen.

Im Verlauf der sehr sachlichen Beratungen wurde einstimmig beschlossen, das Baugebiet in 12 Parzellen aufzuteilen, sieben im oberen nördlichen und fünf im unteren südlichen Teil. Die verkehrsmäßige Erschließung soll über einen Anschluss an die Oberviechtacher Straße im westlichen Bereich des Baugebietes erfolgen.

Die Nutzung wird auf drei Vollgeschosse beschränkt. Die maximale Wandhöhe soll 6,50 Meter betragen. Zulässig sind Flach-, Pult-, Sattel-, Walm-, Schlepp- oder Mansardendächer. Bei der Planung ist zudem vorgesehen, einen etwa zwei Meter breiten Grünstreifen, beginnend vom Gehweg, als gemeindliche Fläche zu erhalten, da auf dieser Fläche etwa 51 verschiedene Pflanzenarten angesiedelt sind, von denen einige auf der Vorwarnliste der gefährdeten Arten in Bayern stehen.

Prüfen will Bürgermeister Max Völkl noch mit dem Grundstückseigentümer, ob vom neuen Baugebiet aus ein Fußweg zu Friedhof möglich ist. Der Bebauungsplan soll im beschleunigten Verfahren aufgestellt werden, damit die Baumaschinen möglichst bald anrollen.

Zum Zwecke der ländlichen Entwicklung plant das Büro Landimpuls und das Architektenbüro Schönberger für die Gemeinde städtebauliche, energetische, wirtschaftliche, sozialkulturelle und auch denkmalpflegerische Verbesserungen. Die voraussichtlichen Kosten dafür betragen etwa 70.850 Euro. Nach Abzug der Fördermittel verbleibt eine Gemeindebeteiligung von 25.077 Euro. Der Gemeinderat stimmte dem mit 10 zu 0 zu.

Auch stimmten alle Gemeinderäte zu, für den Ortsteil Großenschwand die Aufnahme in das Bayerische Dorfentwicklungsprogramm zu beantragen. Es geht vor allem um eine attraktivere Gestaltung des Dorfplatzes und des Dorfweihers, den Ausbau der Ortsstraße mit Oberflächenentwässerung, die Schaffung eines Fußweges bis zu Bushaltestelle mit Straßenbeleuchtung an der B 22, Hochwasserschutz, die Nachnutzung für das Hirtenhaus und die Reduzierung des starken Oberflächenabschlusses aus der Flur. Nach grober Schätzung kostet das 360.000 Euro, plus 145.000 Euro für den Fußweg.

Sein Einvernehmen erteilte der Gemeinderat zu einem Bauantrag der Firma Fikara, die von Trausnitz nach Tännesberg zugezogen ist. Das Wirkbadvolumen aller geplanten Anlagen dieses galvanischen Betriebes soll 18,8 Kubikmeter betragen. Die Zufahrt zum Schutzobjekt mit Feuerwehrfahrzeugen als auch die Löschwasserversorgung ist sichergestellt.

Auch gab Bürgermeister Völkl bekannt, dass eine neue Buslinie Moosbach - Tännesberg - Vohenstrauß eingerichtet wird.

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