10.07.2020 - 12:19 Uhr
TännesbergOberpfalz

Ein neuer Mann für Tännesberg

Der Gemeinderat Tännesberg beschäftigt sich in der Sitzung mit Themen wie Breitbandausbau und "Tännesberg-Marathon". Im Mittelpunkt steht ein junger Mann, der sich für die Gemeinde engagieren wird.

Forstoberinspektor Lukas Rupprecht aus Windischeschenbach ist künftig für den Tännesberger Gemeindewald zuständig.
von Redaktion ONETZProfil

Das Forstrevier Irchenrieth, das auch den Markt Tännesberg betreut, wurde neu besetzt. Der Windischeschenbacher Forstoberinspektor Lukas Rupprecht, der für etwa 140 Hektar Gemeindewald zuständig ist, stellte sich vor. Akutes Problem für den Wald ist nach wie vor der Borkenkäfer, dessen Ausbreitung durch die anhaltende Trockenheit der letzten Jahre begünstigt wird. Mit dem Vertragsschutzprogramm Wald können Einzelmaßnahmen, zum Beispiel Spechthöhlen in abgestorbenen Bäumen, betreut werden. Private Beratung kann ebenfalls in Anspruch genommen werden.

Rückschnitt am Waldrand

Zur Durchführung von Bauarbeiten bei einem Anwesen in der Straße „Am Goßbühl“ wird der Waldwirtschaftsweg in Verlägerung des „Amselsteiges“ als Zufahrt benötigt. Wegen größerer Baufahrzeuge ist ein entsprechender Rückschnitt am Waldrand erforderlich. Steffi Heuberger (FW) hat dabei erhebliche Bedenken. Der natürlich eingewachsene Weg sollte so belassen werden und eine andere Lösung gesucht werden. Mit der Auflage, Schäden sofort zu beheben und den Rückschnitt mit der Staatlichen Forstdienststelle Irchenrieth abzusprechen hat der Marktgemeinderat mit einer Gegenstimme mehrheitlich zugestimmt.

Verbesserte Mobilität

Zweiter Bürgermeister Werner Schärtl (CSU) und Tobias Reichelt (SPD) haben sich mit der Einrichtung eines Bürgerbusses für den Bereich des Marktes Tännesberg beschäftigt. Schärtl erklärte, dass durch einen Kleinbus ein zeitnaher und kurzfristiger Einsatz möglich wäre und eine Mobilitätsverbesserung der Bevölkerung erreicht werden könnte. Eine Konkurrenz zum gewerblichen Fahrverkehr soll aber auf jeden Fall vermieden werden. Das Fahrzeug könnte auch von der Gemeinde selbst, zum Beispiel für Besichtigungsfahrten im Rahmen der Biodiversität und auch von Vereinen genutzt werden. Die Fahrer sollen ehrenamtlich tätig sein, wobei ein Aufwandsersatz geleistet werden könnte.

Zur Finanzierung hat Marktrat Reichelt zwar eine 30 prozentige Zuschussmöglichkeit ausfindig gemacht, hält sie aber nicht für machbar. Die damit verbundenen Auflagen könnten höchstwahrscheinlich nicht erfüllt werden. Eine Finanzierung wäre aber durch entsprechendes Sponsoring und die Fahrpreisgestaltung möglich.

Grundsätzlich wurde die Idee im Marktgemeinderat für gut befunden. Anfragen und Hinweise gab es insbesondere zum Unterhalt und der Ausstattung des Fahrzeuges. So sollte auch an einen Fahrzeuglift gedacht werden, um die Nutzung für Rollstuhlfahrer zu erleichtern.

Es wurde einstimmig beschlossen, die Einrichtung eines Bürgerbusses weiter zu verfolgen und Details auszuarbeiten.

Markterkundung erforderlich

Um am Förderverfahren des Ausbaus von gigabitfähigen Breitbandnetzen teilnehmen zu können, ist eine Markterkundung durchzuführen. Die Kosten, einschließlich der erforderlichen Nacharbeiten, betragen rund 5000 Euro. Tännesberg wäre nach den Ausbauarbeiten komplett versorgt. Funklöcher gehörten der Vergangenheit an. Die Markterkundung wurde einstimmig beschlossen.

Kein "Tännesberg-Marathon"

Der letztjährige „Tännesberg-Marathon“ war ein voller Erfolg. Nun liegt Bürgermeister Gürtler eine Anfrage vor, ob der Markt Tännesberg heuer wieder die Trägerschaft für die im September geplante Veranstaltung mit etwa 300 Teilnehmern übernehmen könnte. Eine pandemiebegründete kurzfristige Absage wäre gegebenenfalls möglich. Nach der kontrovers geführten Beratung hat sich der Marktgemeinderat darauf geeinigt, die Trägerschaft aufgrund der unsicheren Situation nicht zu übernehmen. Dem Veranstalter sollten auch unnötige Vorbereitungsarbeiten erspart bleiben.

Weinrieth bleibt Thema

Der Ortsteil Weinrieth ist nicht vergessen. Die arg ramponierten Straßen, die magere Dorfbeleuchtung und der Löschweiher sollen in nächster Zeit den Erfordernissen entsprechend hergerichtet werden.

Bei Starkregen kommt es in der „Oberviechtacher Straße“ oberhalb des „Brauweihers“ immer wieder zu verkehrsgefährdenden Abschwemmungen. Die Gemeinde wird hier eine Lösung finden, so Gürtler.

Namensvorschläge erwünscht

Für das „Haus der Biodiversität“ wird ein gängiger Name gesucht. Die Bevölkerung wird gebeten, Vorschläge zu machen, die im Rathaus Tännesberg abgegeben werden können.

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