30.07.2019 - 10:26 Uhr
TännesbergOberpfalz

Rassige Schau

Die Präsentation der Pferde beim Jodokritt hat die Zuschauer elektrisiert. Wer etwas später kam, fand kaum noch einen Platz für sich.

Bei ihren Runden präsentierten sich Reiter und Pferde verschiedenster Rassen dem Publikum. Fernsehreif war die perfekte Kommentierung von Sabine Gruber bei den Vorstellungen.
von Erich SpickenreitherProfil

Die Verantwortlichen hatten an der Raiffeisenstraße zwischen Bäckerei Spickenreither und Wirtshaus Lederer Rindenmulch ausgelegt. Pünktlich griff Sabine Gruber aus Lückenrieth, eine geborene Kraus aus Tännesberg, zur Begrüßung zum Mikrofon. Die Pferdetherapeutin moderierte vor einer Rekordkulisse diese für Tännesberg bislang einmalige Veranstaltung.Thomas Meindl und Martin Eckl unterstützten sie.

Den weitesten Weg hatten Reiter mit ihren Pferden aus München und Dingolfing. Passionierten Pferdefreunden ist kein Weg zu weit. Ausschlaggebend sind dafür aber oft die persönlichen Kontakte untereinander, wie auch in diesem Fall.

Als erste Rasse kündigte die Moderatorin mittelschwere, kräftige Kaltblutpferde an, früher überwiegend als Arbeitspferde eingesetzt, heute weitgehend als Kutschen- und Reitpferde. Noriker mit einem Stockmaß von 1,55 bis 1,65 gibt es in allen Farben. Friesenpferde sind imposante schöne Pferde, die heute im Reit-,Fahr- und Showbereich eingesetzt werden. Arabische Vollblüter haben viele Talente. Schimmel werden häufig als die schönsten Pferde bezeichnet. Das amerikanische Quarab-Horse ist menschenbezogen, temperamentvoll, sensibel, arbeitswillig und robust. Englische Vollbüter sind hochedle Pferde und werden für den Hochleistungssport gezüchtet. Der Galopp ist ihre liebste Gangart.

Warmblüter sind weltweit die beliebtesten Freizeitpferde. Temperament und Körperbau und nicht die Körpertemperatur entscheiden darüber, ob ein Pferd ein Kalt-, Warm- oder Vollblüter ist. In der Reihenfolge der Vorstellung folgten das American Quarter Horse, die aus Argentinien stammenden Criollos, der Tinker, der Barockpinto, der Appaloosa, Norweger, Haflinger. Kinder aufgepasst: "Es kommen die Ponys.". Selbst Ein Esel durfte zum Abschluss nicht fehlen.

Bei jedem Pferd stellte Sabine Gruber dessen Wesenszüge, Verwendung, Abstammung und Alter heraus. Beifall brauste nach jeder Vorstellung für Pferde und Reiter auf. Die Zuschauer dürfen sich auf eine Neuauflage im nächsten Jahr freuen. Aufatmen und Erleichterung bei der Moderatorin für ihre fernsehreife Kommentierung. Die angenehmen Temperaturen an beiden Tagen kamen den Pferden entgegen. Sabine Gruber hate dafür eine Erklärung: "Der Herrgott muss ein Rosserer sein."

Ganz andere Interessen hatten an diesem Nachmittag die Kinder. Bei dem abwechslungsreichen und tollen Angebot von Spielen im Außenbereich von Kindergarten oder im Pfarrheim war das auch nicht verwunderlich. Das Programm des Jodokritt-Vereins ist überall gut angenommen worden, aber auch das Angebot von Speisen und Getränken der einheimischen Vereine bei zünftiger Blasmusik der Kapelle aus Gleiritsch unter Leitung von Paul Braun.

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