04.03.2020 - 10:44 Uhr
TännesbergOberpfalz

Rosige Aussichten für die Gemeinde Tännesberg

Rekordhaushalt mit 2,5 Millionen Investitionen in Tännesberg: Bedeutende Projekte finden sich im Etat der Marktgemeinde wieder - und das ohne neuen Kredite. Bürgermeister Max Völkl ist mehr als zufrieden.

Symbolbild.
von Ernst FrischholzProfil

Eingangs der Haushaltsberatung sprach der Bürgermeister von noch nicht gekannten Voraussetzungen. Die neue Kämmerin Sabrina Schaffner legte in Abstimmung mit ihm als Gemeindechef einen Rekordhaushalt vor. Völkls Sonderlob ging dahin, dass dem Marktgemeinderat so früh wie noch nie ein Haushalt zur Verfügung gestellt wird, der Gestaltungsspielräume gibt. Das sei früher nicht so gewesen. "All unsere Vorstellungen sind im Haushalt eingearbeitet. Nun können wir handeln", meinte der Bürgermeister.

Satte sechs Millionen Euro hat die Marktgemeinde im Fokus. Der Gesamthaushalt splittet sich in die laufenden Verpflichtungen des Verwaltungshaushaltes von 3 465 800 Euro und die Investitionen des Vermögenshaushaltes von 2 525 700 Euro splittet. Bei den Investitionen stieg das Volumen zum Vorjahr um über eine Million Euro. Dies sei darauf zurückzuführen, dass sich einige Zukunftsprojekte wie etwa die Dorferneuerung, das Baugebiet „Am Kohlbuch II“ oder auch die Erweiterung und Sanierung des Kinderhauses St. Martin in der Endphase der Planung befinden. Dazu können nun die ersten Aufträge im Haushaltsjahr 2020 ausgeschrieben und vergeben werden.

Beim Verwaltungshaushalt sind es mit Sicherheit die positiven Steuereinnahmen, bei denen der Einkommensteueranteil von den Bürgern mit 831 600 ebenso angestiegen ist, wie auch die Gewerbesteuer mit 250 000 Euro. Man verbucht auch bei der Photovoltaikanlage 22 000 Euro Gewinn. Ein Großteil sind aber die Schlüsselzuweisungen vom Freistaat mit 600 000 Euro. Für den Straßenunterhalt bekommt man dazu 90 000 Euro. Den hat man bei der Ausgabenseite mit 100 000 Euro veranschlagt.

Bei den laufenden Ausgaben schlagen dann auch die Abführung der Kreisumlage von 580 000 Euro und auch die Verwaltungsumlage an die VG mit 348 600 Euro zu Buche. Nicht zu schweigen von der Betriebskostenumlage für den Kindergarten von 310 000 Euro. Hierzu gibt es aber auch eine Förderung vom Land. Alles in allem geht alles mit einem Plus auf, sodass man 351 600 Euro als Überschuss dem Verwaltungshaushalt für Investitionen zuführen kann. Um diese aber schuldenfrei zu stemmen, wird man 905100 Euro zur Gegenfinanzierung der geplanten Investitionen entnehmen. Dazu erhält man vom Freistaat weitere 1,3 Millionen Euro Förderung für Investitionen.

Die enthaltenen Investitionen enthalten Ausgaben für die Feuerwehren, die energetische Sanierung der Grundschule mit digitaler Ausstattung, 285 500 für das Kinderhaus, 350 000 Euro als Anfang für das Haus der Biodiversität, Gelder für die Weiterführung der Dorferneuerung bis hin zu 270 000 Euro für den Ausbau des Breitbandnetzes. Der Katalog der möglichen Investitionen ist weit länger.

Kämmerin Schaffner erklärte, dass trotz des Griffs in die Rücklagen dort noch eine Million Euro verbleibe. Alles in allem schultert man diesen Rekordhaushalt ohne Kreditaufnahme und damit sei der Markt Tännesberg schuldenfrei. Am Ende gingen bei der Abstimmung kollektiv alle Hände nach. Es gab Applaus für die Kämmerin.

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