04.10.2019 - 10:24 Uhr
TännesbergOberpfalz

Ruhepol in Jodok-Kirche

Der monolithische Altar aus Anröchter Dolomit ist 2,5 Tonnen schwer und ruhender Pol, zentrale Mitte und liturgischer Kristallisationspunkt. Das Werk stammt von Künstler Tom Kristen.

Der neue Volksaltar steht in der Wallfahrtskirche "St.Jodok". Kirchenpfleger Hans Maier, Architekt Hubert Liebl, Künstler Tom Kristen, Pfarrer Wilhelm Bauer und Mitarbeiter des Steinmetzbetriebs (von rechts) freuen sich über das gelungene Werk.
von Erich SpickenreitherProfil

Mitarbeiter eines Steinmetzbetriebs aus Türkheim im Allgäu bauten den neuen Volksaltar von Künstler Tom Kristen in der Wallfahrtskirche "St. Jodok" auf. Der fein geschliffene grüne Kalkstein harmonisiert in Struktur und Farbigkeit mit der Marmorierung der Chorscharanke. Er ist Mittler zwischen den Kontrasten aus hellem Boden und dunkel gefassten Altären. Seine geometrische Form leitet sich aus den vorhandenen Stipes mit ihrer leicht zurückgenommenen Grundfläche und den trapezförmigen Ansichtsflächen ab. "Die Reliquie für diesen Volksaltar wird Bischof Voderholzer erst zur Einweihung mitbringen", sagte Pfarrer Wilhelm Bauer, der sich wie Kirchenpfleger Hans Maier sehr anerkennend über dieses Werk von Künstler Tom Kristen und des Steinmetzbetriebs aus dem Allgäu äußerste.

Der Ambo ist vor der Stufenanlage unterhalb der Chorschranke und korrespondiert in seiner Höhenentwicklung, Material und Formgebung mit dem Volksaltar. Das entstehende Spannungsfeld kann in seiner Wirkung als ein "sich Öffnen und zur Mitte Hinführen" interprediert werden. Priestersitz, Sedilien und Kredenz ergänzen nach Fertigstellung von Tom Kristen in zurückhaltend dunkler Fassung die vorherrschende Farbstimmung. In der Werkstätte von Dietmar Feldmann werden gegenwärtig die Altäre restauriert und Ende Okober aufgestellt. Ende dieses Jahres soll dann die Innensanierung der St.-Jodok-Kirche abgeschlossen sein.

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