17.03.2019 - 16:15 Uhr
TännesbergOberpfalz

Tännesberg sucht Experten

Seinem derzeitigen Markenzeichen als erster Biodiversitätsgemeinde Deutschlands möchte Tännesberg verstärkt Nachdruck verleihen. Bürgermeister Max Völkl stößt mit seinem Wunsch im Marktrat auf offene Ohren.

Landschaftlich punktet Tännesberg mit einer traumhaften Lage an der Ostmarkstraße. Die Marktgemeinde will nun wieder mehr für ihr Image tun.
von Josef ForsterProfil

Seit über 20 Jahren arbeiten zahlreiche Partner am Erhalt der Artenvielfalt. Nach dem Rückzug von Toni Wolf von der Ortsgruppe des Bundes Naturschutz präsentierte Völkl dem Gremium Josef Wittmann als Nachfolger für die Pflege der naturnahen Kleinstflächen. Unklar sei lediglich noch, ob Wittmann von der Kommune oder durch den Naturpark "Nördlicher Oberpfälzer Wald" beauftragt werde. Weiterhin vakant sei jedoch die Projektstelle für die Biodiversität.

Nach mehreren Gesprächen mit Trägern und Fachstellen beurteilte der Bürgermeister die Chancen für eine aktuelle Neubesetzung nun positiver. Allerdings verband Völkl mit dieser Aussage auch eine Forderung: "Tännesberg bräuchte jemand, der sich nur hierum kümmert." Eine Vollzeitstelle könne die Marktgemeinde zwar nicht bieten, aber 30 Stunden wöchentlich dürften es schon sein. Den neu geschaffenen Zeitrahmen sah der Rathauschef auf zwei bis drei Jahre angelegt. Als förderfähig beurteilte er einen Rahmen zwischen 75 und 80 Prozent, so dass für die Gemeinde höchstens 25 Prozent der Lohnkosten übrig blieben. Durch weiteres Sponsoring hoffe er, noch eine Förderung von zwei Dritteln zu erhalten.

Mitwirken sollte die neue Kraft insbesondere bei der Objektplanung, Konzeptionierung und Betreuung vor Ort für die Neugestaltung des "Hauses der Biodiversität" und anderer Projekten zum Thema. Um auch die Öffentlichkeitsarbeit sowie das Angebot von Workshops und Führungen wieder auszuweiten, plädierte Völkl für eine Person, die mit der Materie vertraut sei. Ein Biologe, ein Landschaftsplaner oder ein Geologe sollte es sein: "Damit wäre uns geholfen."

Stephanie Kuchlbauer (CSU) meldete sich als erste zu Wort. "Ich hätte gern jemand, der dann auch am Wochenende einmal da ist", lautete ihre Bitte. Wenig Hoffnung machte Fraktionskollege Robert Eichhorn: "Es ist nur eine Stelle mit 30 Stunden wöchentlich." Rund um den einstimmigen Beschluss zu einer Stellenausschreibung ging noch ein Dank des Bürgermeisters an Projektmanager Florian Lang vom Projekt "Marktplatz der biologischen Vielfalt". Lang leiste noch immer viel ehrenamtlich für Tännesberg.

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