24.07.2019 - 08:36 Uhr
TännesbergOberpfalz

Tännesberger erfüllen Gelübde

Immer am vierten Sonntag im Juli erfüllen die Tännesberger mit dem St.-Jodok-Ritt ein Versprechen ihrer Vorfahren aus dem Jahr 1796. Im weltlichen Programm gibt es eine Reihe an Veränderungen.

Ein Reiter (vor Jahren von Josef Grötsch und Hans Ebnet angefertigt) sowie eine neue Werbetafel des Jodokritt-Vereins werben an der B 22 für den St. Jodok-Ritt an diesem Wochenende.in Tännesberg.
von Erich SpickenreitherProfil

Im Mittelpunkt steht immer das Gelübde. Daran hält auch der neue Jodokritt-Verein mit Vorsitzendem Benedikt Uhlemann mit seinen Helfern fest. Die Reiterfreunde nehmen es gern zur Kenntnis, dass es wieder mehr Reiter mit ihren Pferden geben wird. Im weltlichen Rahmenprogramm gibt es eine Reihe von Veränderungen. Vor allem dürfen sich am Sonntagnachmittag die Kinder auf ein abwechslungsreiches Programm freuen.

Die Wallfahrt beginnt am Sonntag, 28. Juli, mit der Aufstellung um 9.30 Uhr in der Pfreimder Straße. Im Markt besteigt Pfarrer Wilhelm Bauer mit der Monstranz den von Mitgliedern des Frauenbunds geschmückten Allerheiligsten-Wagen, der von sechs Pferden hinaus zur Wallfahrtskirche "St. Jodok" gezogen wird.

Bauern aus Not erlöst

Reiter in historischen Kostümen aus dem 15. und 16. Jahrhundert erinnern an Ereignisse der Markt- und Pfarrgemeinde. Dazu zählt auch die Pest. Die Bauern gelobten in ihrer Not 1796 eine Prozession zum heiligen Jodok, wenn sie von der Pest erlöst würden. Ihr Gebet wurde erhört. Bis auf einige Unterbrechungen gilt der Brauch bis heute.

Um das Beten und Singen zu gewährleisten, installiert Markus Sier wieder seine Lautsprecheranlage entlang des Prozessionsweges. Am Freialtar an der Wallfahrtskirche zelebriert Pfarrer Bauer mit Diakon Norbert Hammerl den Festgottesdienst. Die Blaskapelle Gleiritsch begleitet die Lieder der Schubertmesse. Die Segnung der Pferde und die Ehrung treuer Reiter schließen sich an den Gottesdienst an. Die Prozession führt dann in gewohnter Weise in den Markt zurück. Mit dem Segen endet der kirchliche Teil.

Bayerisches Bürgerfest

Der weltliche Teil beginnt am Samstag, 27. Juli, um 15 Uhr mit der Anmeldung und Ausgabe der Gutscheine an der Schule. Von dort werden um 16 Uhr Reiter auf ihren Pferden zu ihren Quartieren von der Kolping-Fanfarengruppe unter Leitung von Rainer Dobmeier gespielt. Eine Stunde früher als bisher ist um 18 Uhr auf dem Marktplatz die Proklamation mit wichtigen Informationen für die Bürger von David Nesner, zweiter Vorsitzender des Jodokrittvereins.

Anstelle eines Zapfenstreiches zu Pferd gibt es erstmals am Samstag einen weltlichen Festzug, der sich um 19 Uhr an der Apotheke formiert. Aufstellung der Vereine ist um 18.30 Uhr. Verlauf Tiefe Gasse, Pilchauer Straße, Oberviechtacher Straße, Marktplatz. Anschließend steigt rund um den Marktplatz ein bayerisches Bürgerfest mit der Pirker Blasmusik. Immer gut besucht war bisher die Stodl-Disco der Kolpingsfamilie ab 22 Uhr im "Dreschnmadl-Stodl". Gegen 22 Uhr ist Auftritt der Tännesberger Feuerspucker "Thegan Ignis".

Kegeln und Kasperltheater

Nach der Wallfahrt zur St.-Jodok-Kirche am Sonntag schließt sich mit der Blaskapelle Gleiritsch ein Rahmenprogramm im Bereich des Marktplatzes an. Die Veranstalter haben sich ein Programm für die Kinder ausgedacht: Ab 13 Uhr gibt es Kegeln auf einer Holzkegelbahn, Ponyreiten, Kutschenfahrten, Geschicklichkeits-Parcours mit Verlosung attraktiver Preise um 17 Uhr, Kinderschminken, im Pfarrheim um 14 und 16.30 Uhr ein Kasperltheater unter Einstudierung von Judith Winderl im Pfarrsaal sowie eine Mal- und Bastelstube mit der Tännesberger Künstlerin Ruth Hochreither im Raum der Krabbelgruppe. Höhepunkt an diesem Nachmittag dürfte um 14.30 Uhr in der Raiffeisenstraße zwischen Bäckerei Spickenreither und Wirtshaus Lederer die von Sabine Gruber aus Lückenrieth moderierte Pferderasse-Schau sein. Dafür wird extra eine Tribüne aufgestellt.

Eine Ausstellung im Hotel Wurzer informiert über den "St.-Jodok-Ritt aus alten Zeiten" am Samstag von 17 bis 21 Uhr und am Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Einheimische Vereine, Hotels und Gaststätten versorgen an beiden Tagen die Besucher mit Speisen und Getränken.

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