07.11.2019 - 09:11 Uhr
TännesbergOberpfalz

Tännesberger für Tiefbord

Beim Ausbau der Oberviechtacher Straße im Rahmen der Dorferneuerung ist man einen großen Schritt weitergekommen. Das Ingenieurbüro König aus Weiden legt interessierten Tännesbergern einen überarbeiteten Entwurf vor.

Für die Dorferneuerungsversammlung mit Schwerpunkt Ausbau der Oberviechtacher Straße interessieren sich viele Bürger.
von Erich SpickenreitherProfil

Bei der Oberviechtacher Straße besteht Handlungsbedarf. Nach Aussage von Bürgermeister Max Völkl, der viele interessierte Besucher begrüßen konnte, müsse in diesem Straßenstück auch die bisherige Wasserleitung ausgetauscht werden. Die laufende Dorferneuerung in Tännesberg biete dazu eine gute Chance.

Leiterin Theresa Meyer vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) freute sich über die große Runde an diesem Abend. Die vorliegende Planung und neue Vorstellungen bildeten eine Grundlage für eine Diskussion, bei der es zuerst um die Breite der Straße, Barrierefreiheit, Tief- oder Hochbord und Breite eines Gehwegs ging. Drei Alternativen, veranschaulicht durch Fotos von Architekt König und Planerin Anne Wendl vom Büro landimpuls, wurden dafür vorgelegt.

Seniorenbeauftragter Erich Spickenreither plädierte beim Gehsteig für ein Tiefbord. Bei der von ihm darüber gewünschten Abstimmung gab es keine Gegenstimme. Verschiedene Vorschläge für eine Lösung von Parkplätzen wurden von Diskussionsteilnehmern vorgebracht. In einem Fall soll der jetzige Besitzer des früheren Jacklhauses gefragt werden, ob er das Anwesen an die Gemeinde verkaufe. Das nehme allerdings wieder Zeit in Anspruch und würde die Fertigstellung dieser Baumaßnahme verzögern. Ähnlich würde es sich bei einer diskutierten Vorfahrtsänderung der Kreisstraße Tiefe Gasse in die Oberviechtacher Straße verhalten.

Florian Lang, Projektmanagement "Marktplatz der biologischen Vielfalt", wünschte sich bei einer neuen Beleuchtung eine intelligente Lösung. In dieser Frage müssten allerdings vorher die Bayernwerke konsultiert werden. Außerdem solle die Grünanlage in der bisherigen Form im Anschluss an den Jacklstodl erhalten bleiben und auf dieser Fläche kein Baum gepflanzt werden. Ob man mit einer Geschwindigkeits-Begrenzung das schnelle Fahren in den Griff bekomme, wurde von einigen angezweifelt.

Den Vorschlag, aus der bisherigen Parkfläche vor dem "Felsenkeller" einen Platz für Veranstaltungen anzulegen, ohne die Parkplätze zu opfern, teilten nicht alle. "Machbar ist das schon", sagte dazu Architekt König. Maier Hans bezweifelte die Notwendigkeit und brachte die Kosten ins Spiel. Einen weitaus größeren Bedarf führte Wolfgang Nicklas bei anderen Plätzen wie dem Friedhof-Vorplatz an. Zustimmung fand jedoch eine Lösung beim Zugang zur Metzgerei Ebnet.

Michael Bartmann und Martin Eckl, Mitglieder des Dorferneuerungsvorstands, informierten dann über die vom ALE ausgewerteten Fragebögen. Von den 450 Exemplaren kamen 165 zurück. Auch jüngere Mitbürger hatten sich für diese Aktion interessiert. 117 wünschten sich im Alter keinen Umzug mehr, aber 150 weiterhin in ihrer Wohnung mit Unterstützung einer ambulanten Pflege zu bleiben. Erfreulich groß ist der soziale Aspekt von Mitbürgern bei Nachbarschaftshilfen und anderen Hilfsangeboten. Entscheidungen (Tagespflege, betreutes Wohnen, Bestellung eines Trägers) würden aber immer zusammen mit dem Gemeinderat getroffen.

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