27.01.2020 - 12:08 Uhr
TännesbergOberpfalz

Tännesberger Katholiken teilen Wünsche in Umfrage mit

In der Pfarrversammlung in Tännesberg werden die Fragebögen zur Zufriedenheit in der Pfarrgemeinde ausgewertet. Die Bürger, die dort der katholischen Kirche angehören, haben nun noch einige Verbesserungsvorschläge.

Architekt Hubert Liebl (links) informiert die Besucher der Pfarrversammlung über die Außen- und Innenrenovierung der St.-Jodok-Kirche.
von Rebekka FischerProfil

Zahlreich hatten sich die Tännesberger am Donnerstagabend nach dem Gottesdienst zur Pfarrversammlung im Pfarrheim eingefunden, eingeladen hatten dazu der Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung. Nach der Begrüßung durch Gerti Braun stellte Pfarrgemeinderatsmitglied Ramona Beer die Auswertung des Fragebogens vor. Die Formulare wurden Ende vergangenen Jahres an alle Tännesberger Bürger, die der katholischen Kirche angehören, verschickt. Insgesamt wurden 1111 Fragebögen herausgegeben, zurück kamen 140 (Tännesberg 104, Kleinschwand 36). Damit lag die Beteiligung bei 12,6 Prozent. Am stärksten vertreten war die Altersgruppe der über 60-Jährigen. Die Präsentation machte unter anderem deutlich, dass die Vielzahl der Umfrage-Teilnehmer regelmäßig Gottesdienste besucht, wobei Werktagsgottesdienste einige der Befragten als nicht so wichtig einstuften. Sie favorisierten Freitag und Sonntag für Andachten. Die Mitglieder der Pfarrgemeinde möchten außerdem eine "lebendige offene Kirche", im Bereich der Gottesdienste wünschen sie sich mehr Kinder-, Jugend- und Familiengottesdienste und mehr Gottesdienste in der Wallfahrtskirche St. Jodok (nach deren Fertigstellung).

Im Bereich der Pfarrgemeinde würden die Gläubigen mehr Öffentlichkeitsarbeit und eine "parteineutrale Pfarrgemeinde" begrüßen. In Kleinschwand wünschen sich die Bürger Urnengräber und in Tännesberg wurde die Pflege des Kirchenvorplatzes kritisiert, beide Punkte lägen aber nicht an der Kirchenverwaltung, sondern seien Gemeindesache, hieß es. Abschließend gab es Lob für die Erstellung des Fragebogens, den Kirchenchor und das Orgelspiel.

Es folgte der Bericht des Kirchenpflegers Hans Maier, welcher betonte, dass es neben der Umfrage auch noch wesentlich mehr Aufgaben in der Pfarrei gibt, mit denen sich intensiv beschäftigt werde. Nach einem Rückblick auf den Schöpfungstag 2018 informierte Hans Maier über Ausbesserungsarbeiten an der Pfarrkirche und die Baumschnittaktion am Parkplatz der St.-Jodok-Kirche. Finanziell beteiligte sich der Pfarrgemeinderat an einer neuen Bühne für den St.-Jodok-Ritt und am Ankauf eines Schrankes für die Geräte der Fanfarengruppe. Für das Jahr 2020 ist die Installation eines Storchennestes auf dem Dach der Pfarrkirche geplant.

Die größeren Projekte seien die Generalsanierung und der Erweiterungsbau des Kinderhauses, denn wie bereits aus der Presse entnommen werden konnte, hat Tännesberg mit 23 Geburten die zweithöchste Zahl im Landkreis. Nach einer Bedarfsermittlung wurde klar, dass der Kindergarten um eine dritte Gruppe auf 75 Kinder erweitert werden müsse. Für den ordnungsgemäßen Betrieb gemäß staatlicher Richtlinien sei eine Erweiterung absolut notwendig. Der Bauantrag wurde bereits im August eingereicht, und es wird täglich auf eine Genehmigung und eine Förderzusage gewartet, um die Bauleistungen ausschreiben zu können und den Bau zu beginnen.

Ein weiteres Großprojekt ist die Renovierung der St.-Jodok-Kirche. „Die Wallfahrtskirche wird nicht mehr genauso aussehen wie vorher. Alle Maßnahmen sind aber sehr streng mit dem Denkmalschutz und mit dem Diözesanarchitekten abgestimmt“, betonte der Kirchenpfleger. Im weiteren Verlauf übergab er das Wort an Hubert Liebl. Der Architekt informierte in einer einstündigen Vortrag über die Außen- sowie Innenrenovierung. „Die St.-Jodok-Kirche ist nach ihrer Renovierung ein Juwel und eine Bereicherung für Tännesberg“, sagte er und stellte sich anschließend den Fragen der Bürger. Zum Abschluss ergriff Pfarrer Wilhelm Bauer das Wort und sprach allen seinen Dank aus. Er kündigte an, im Zuge der ersten Maiandacht am 30. April und verbunden mit einer feierlichen Prozession das Allerheiligste nach St. Jodok zu bringen. Am 3. Mai folgt dann die Einweihung der Wallfahrtskirche mit Bischof Rudolf Voderholzer.

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