22.05.2020 - 11:06 Uhr
TännesbergOberpfalz

Tännesberger Schützen feiern erst 351. Geburtstag groß

Der Schützenverein 1670 Tännesberg hätte an diesem Wochenende 350-jähriges Gründungsjubiläum gefeiert. Dies ist aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation nicht möglich.

Am Schützenhaus in Tännesberg bleibt es dieses Wochenende ruhig, die Feier anlässlich des 350-jährigen Jubiläums wird ins kommende Jahr verschoben.
von Rebekka FischerProfil

Damit der Schuss nicht nach hinten losgeht, haben sich die Verantwortlichen dazu entschlossen, die heuer geplanten Feiern zum 350-jährigen Bestehen des Schützenvereins 1670 gleich ins kommende Jahr zu verschieben. Erstmals urkundlich erwähnt wurden die Tännesberger Schützen im Jahre 1516. Das Gründungsjahr und auch die Benennung des Vereins stützen sich auf den 20. Dezember 1670. An diesem Tag erhielt der Markt eine neue Schützenordnung.

Unterhalb des damaligen Kommunbrauhauses stand die Schießhütte. 1671 verfügte der Verein bereits über 40 Schützen. In der langen Geschichte des Vereins gab es allerdings auch viele Hürden zu nehmen.

Die beiden Weltkriege führten zur Zwangsauflösung des Vereins, aber auch zu zwei Wiedergründungen. Nach dem ersten Weltkrieg erweckten Oberlehrer Wenzl Rauch und Oberforstverwalter Johann Berghammer, der später auch Gründungsschützenmeister wurde, den Schützenverein 1920 zu neuem Leben. Treffpunkt war damals der Gasthof "Zur Post". Geschossen wurde mit Zimmerstutzen.

Das Engagement von Rechtsanwalt Hans Eckl führte nach einer langen Auszeit in Folge des zweiten Weltkrieges zur erneuten Belebung. Am 23. Dezember 1967 fanden sich 34 Männer zur Wiedergründungsversammlung im Gasthaus Felsenkeller ein. Neuer Vereinstreff war das Café Schlößl. Der Eigentümer Anton Hesse stellte dem Schützenverein seine Kellerräume zur Verfügung.

Dort liegt auch der Anfang des sportlichen Schießens mit Luftgewehr und Luftpistole. Im Luftgewehr gelang ein kontinuierlicher Aufstieg von der C-Klasse bis zur Gauliga. 1978 folgte die Schließung der Sportanlage im Café Schlößl. Der Verein war gezwungen, den Schießbetrieb in Moosbach und Oberlind weiterzuführen. Der Schützenverein bekam daraufhin ein leerstehendes Objekt als Übergangslösung angeboten, dass in Tännesberg „Lager“ genannt wurde. Nach vielen Arbeiten in Eigenleistung bezogen die Schützen das Gebäude im Mai 1980 als erstes eigenes Vereinsheim. Schlussendlich wurde das Schützenhaus, wie es heute allen bekannt ist, 2002 am ehemaligen „Lager“-Grundstück errichtet.

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