04.05.2020 - 13:53 Uhr
TännesbergOberpfalz

Trauer um Tännesberger NT-Berichterstatter Erich Spickenreither

Die Nachricht macht viele traurig: Der bekannte Tännesberger Erich Spickenreither ist am Freitag, 1. Mai, an den Folgen einer schweren Erkrankung mit knapp 82 Jahren im Weidener Klinikum verstorben.

Unter dem Kürzel "es" schrieb Erich Spickenreither fast 50 Jahre lang für den "Neuen Tag" über seine Heimatgemeinde Tännesberg. Am Freitag, 1. Mai, verstarb er im Klinikum Weiden.
von Christine Walbert Kontakt Profil

Gemeinde und Pfarrgemeinde Tännesberg verlieren mit Erich Spickenreither einen wichtigen, überaus engagierten Bürger, der sich mit zahlreichen Posten und Ehrenämtern - nicht zuletzt als Berichterstatter für den "Neuen Tag" - jahrzehntelang eingebracht hat. Vor allem seine Tochter Monika trauert mit ihrer Familie um den Vater. Die Beerdigung findet im engsten Familienkreis statt. Ein Trauergottesdienst wird laut Pfarrer Wilhelm Bauer zu einem späteren Zeitpunkt angesetzt.

Spickenreithers Optimismus und seine Tatkraft werden fehlen. Vor zwei Jahren hatte der ehemalige Rektor mit der Familie und zahlreichen Weggefährten seinen 80. Geburtstag gefeiert. "Spielts was Flottes", wünschte sich der Jubilar, als die Kolping-Fanfarengruppe zu einem Ständchen anrückte. Spickenreither hatte es gerne frisch und geradeheraus, so wie er sein Leben lang agierte. Ein schwerer Schicksalsschlag war für ihn im Jahr 2002 der Tod seiner Frau Christine, die er als junger Lehrer während der gemeinsamen Zeit an der Tännesberger Volksschule kennengelernt hatte. Das Paar hatte 1973 geheiratet und später Tochter Monika bekommen. Besonders stolz war der Opa auf seinen Enkel Benjamin.

Die Verdienste Spickenreithers um die politische und kirchliche Gemeinde werden immer in Erinnerung bleiben. Als tief gläubigem Katholiken lag ihm vor allem die Tännesberger Wallfahrtskirche St. Jodok am Herzen. Pfarrer Wilhelm Bauer konnte sich auf Spickenreither als fleißigen Mitstreiter, langjährigen Lektor und Vorbeter immer verlassen. Viele Jahre lang war er Vorsitzender des Pfarrgemeinderats. Er brachte sich auch als Stellvertretender Vorsitzender des Dekanatsrats ein.

Im CSU-Ortsverband nahm er als junger Mann 1972 in der Gemeinde das Heft in die Hand und setzte als zweiter Bürgermeister Akzente. Auch im Kreistag brachte er seine Ideen ein und hinterließ sichtbare Spuren. Viel Herzblut legte der Tännesberger in die Musik. Die Gründung der "Tännesberger Sänger" geht auf seine Initiative zurück.

Spickenreither hatte nicht nur für die Jugend stets ein offenes Ohr. Als Seniorenbeauftragter und Mitglied der Seniorenunion setzte er sich für die Belange der älteren Generation ein. Sein Herz schlug immer für seinen TSV Tännesberg, der ihn zum Dank für seinen Einsatz zum Ehrenmitglied ernannte. Feuerwehr, Kolpingsfamilie, Siedlerbund und Marianische Männercongregation profitierten ebenso von Spickenreithers Umtriebigkeit.

Unter dem Kürzel "es" schrieb Erich Spickenreither beim "Neuen Tag" Geschichte(n). Knapp 50 Jahre lang war er mit Kamera und Notizblock fast rund um die Uhr unterwegs und verfasste für seine Heimatgemeinde fundierte Artikel. Keine Sitzung war ihm zu unwichtig, keine Diskussion dauerte ihm zu lang. Die Redaktion wird ihn als zuverlässigen und aufgeschlossenen Berichterstatter in Erinnerung behalten.

Im Juli 2016 überstand der agile Senior einen Herzinfarkt. Vor einigen Monaten erkrankte er dann erneut schwer, blieb aber bis zuletzt optimistisch und dankbar für die ihm entgegengebrachte Unterstützung. Seine Lebensbilanz, die er an seinem 80. Geburtstag kundtat, bringt es auf den Punkt: Er dankte seiner Familie, den Freunden an seiner Seite, aber vor allem dem Herrgott: "Er hat es gut mit mir gemeint, auch wenn es nicht immer einfach war. Mit Gottes Hilfe geht es."

Erich Spickenreither feierte vor fast genau zwei Jahren 80. Geburtstag

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.