06.07.2020 - 13:18 Uhr
TännesbergOberpfalz

Trauer um Ursula „Uschi“ Haubmann

Ursula Haubmann schloss am 12. Juni im Alter von 87 Jahren für immer ihre Augen. Damit ist sie ihrem Mann Rüdiger, um den sie sich zwei Jahre liebevoll gekümmert hatte, zehn Monate später nachgefolgt.

Uschi Haubmann.
von Rebekka FischerProfil

Vergangenen Samstag nahmen Familie und Freunde Abschied von Uschi Haubmann. Auch Vereinsvertreter, aufgrund der aktuellen Situation in reduziertem Umfang, waren gekommen um der „Uschi“ die letzte Ehre zu erweisen. Mit ihrem Tod verliert der Turn- und Sportverein eines seiner verdientesten Mitglieder.

Das Licht der Welt erblickte Ursula Maria Charlotte Haubmann geb. Tack am 17. Februar 1933 in Berlin Schöneberg. Sie erlebte als Kind die Bombenangriffe und erzählte von dem Gefühl der Angst, wenn Bomben explodierten. Im Alter von 11 Jahren musste sie ein weiteres schreckliches Ereignis verkraften, während sie mit ihren Eltern und ihren drei Geschwistern auf der Flucht war, starb ihre Mutter. Nach einiger Zeit in Pommern kehrte Haubmann nach Berlin zurück und erlernte dort den Beruf der Schneiderin. Ihren Mann Rüdiger heiratete sie 1957, die Töchter Andrea und Manuela vervollständigten ihr Glück. Die Familie kam 1960 nach Tännesberg, hier bauten sie sich später ein Eigenheim am Sandgrubenweg. Durch ihre Kontaktfreudigkeit und ihre offene Art wurde sie in Tännesberg rasch heimisch und eine sehr große Bereicherung für die Gemeinde.

Die „Uschi“ war 1975 Gründungsmitglied der Gymnastikabteilung des Turn- und Sportvereins und mit der Einführung des Kinderturnens auch den kleinen Bürgern ein Begriff. Ab 1981 leitete sie 38 Jahre engagiert die Gymnastikabteilung und war maßgeblich an deren Erfolg beteiligt. Jahrzehnte prägte sie den Verein und wurde für ihre Leistungen zum Ehrenmitglied ernannt. Als Schneiderin unterstützte Uschi Haubmann den Förderverein St. Jodok-Ritt. Über Jahre hinweg fertigte sie unzählige historische Kostüme und Gewänder. Durch ihre tatkräftige Unterstützung war es möglich einen großen Fundus aufzubauen, welcher jedes Jahr den Teilnehmern am „St.-Jodok-Ritt“ zur Verfügung steht. Im vergangenen Jahr wurde sie für ihre Verdienste zum Ehrenmitglied berufen.

Zusätzlich griff die Verstorbene auch für die Tännesberger Fanfarengruppe zu Nadel und Faden. Darüber hinaus unterstützte sie die Pfarrei mit ihrem handwerklichen Geschick und nähte die Kleider für die Kommunionkinder. Die „Uschi“ war gerne in der Gemeinschaft, so stand sie als Mitglied auch dem Oberpfälzer Waldverein viele Jahre mit Rat und Tat zur Seite. Ihr Tod hinterlässt eine große Lücke in ihrer Familie und in der Marktgemeinde Tännesberg.

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