25.07.2018 - 14:51 Uhr
TännesbergOberpfalz

Viel Potenzial und einige Defizite

Für Bürgermeister Max Völkl ist die Dorferneuerung in Tännesberg und einigen Ortsteilen eine einmalige Chance. Bürger, Planer und Politiker sollten sie gemeinsam nützen.

Teresa Meyer (stehend), Anne Wendl (rechts von ihr) und Architekt Christian Schönberger informierten die vielen interessierten Besucher über den Stand und die weiteren Schritte der Dorferneuerung Tännesberg.
von Erich SpickenreitherProfil

"Unsere Biodiversitätsgemeinde ist mit ein Grund für die schnelle Aufnahme gewesen", sagte Völkl. Deshalb sollten die Prioritäten von Marktrat und Bevölkerung gesetzt werden. "Es liegt an uns, was wir daraus machen." Sehr groß war das Interesse an der Informationsversammlung am Montag im Restaurant Binnerschreiner.

Teresa Meyer, Sachgebietsleiterin des Amts für Ländliche Entwicklung Oberpfalz, blickte auf die vergangenen Monate zurück. Sie schlug in die gleiche Kerbe wie Bürgermeister Völkl, dass man die Dorferneuerung gemeinsam anpacken müsse: Nutzungskonzepte zur Innerortsentwicklung, Förderrecherchen weiterer Programme, Der Plan fasse alle Ergebnisse zusammen und werde Marktrat und Bevölkerung in einer Bürgerversammmlung vorgestellt.

Anhand von Bestandsplänen nahm Planerin Anne Wendl vom Büro Landimpuls die Besucher mit auf ihren Überblick über den Ort. Von der Grünstruktur habe Tännesberg einiges zu bieten. Für das Ortsbild hätten Bäume einen prägenden Charakter. Die rot markierten Gebäude auf einer Karte hätten einen Sanierungsbedarf unterschiedlichen Ausmaßes.

Ortseingang mit Defiziten

Defizite machte Wendl im Ortseingangsbereich aus, der eine Visitenkarte abgebe. Der obere Bereich des Marktplatzes weise ein großes Potenzial auf. Das Brauweiher-Areal lasse sich aufwerten. Maßnahmen in der Dorferneuerung und anderer Förderungsprogramme sieht Wendl in der Schaffung innerörtlichen Wohnraums, bei Straßenbaumaßnahmen (Hafnergasse mit Seitengassen und Pfreimder Straße) in einem unterschiedlichen Zeitrahmen, Lösung der Parkplatzfrage am Friedhof, Umfeld des Friedhofs, Naturkonzept am Marktplatz mit einem "Haus der Biodiversität (Heldweihaus), Wohnbebauung an der Hafnergasse. Kleinere Maßnahmen in den Ortsteilen ließen sich von Gemeinde und Dorfgemeinschaft durchführen.

"Haus der Biodiversität"

Architekt Christian Schönberger stellte drei Schwerpunkte vor, veranschaulicht an einem Übersichtsplan. Ersatzbauten oder Umnutzungen bei leerstehenden Gebäuden sprächen für eine Innerortsbebauung. Ein seniorengerechtes Wohnen mit vielen Formen, ein Defizit in Tännesberg, sollte aufgegriffen werden. Bei einem "Haus der Biodiversität" profitiere man von einem Netzwerk und der Einbeziehung der Region. Mit Angeboten ließen sich Kurzurlauber und Zielgruppen ansprechen.

Als nächste Schritte listete Teresa Meyer einen Beschluss des Marktrats als Grundlage für die Festsetzung von Fördergeldern auf, außerdem Objektplanungen, die Wahl einer Vorstandschaft für das Verfahren, eine Aufklärungsversammlung bis Ende des Jahres, Vorstellung einer Privatförderung. In ein Eigentum werde nicht eingegriffen.

Die vielen Fragen in der Diskussion zeigten ein großes Interesse an der Dorferneuerung: Ausbau von Ortsstraßen: 50 Prozent ALE-Förderung, Gemeindeanteil je nach Finanzkraft und Eigenanteil. Wenn Rahmenbedingungen (Kindergarten, Schule, Grundversorgung stimmen, ließen sich Investoren aus Ingolstadt, Nürnberg und der Holledau gewinnen (Architekt Christian Schönberger), keine Finanzierung der AEL für ein neues Baugebiet (Teresa Meyer), Vergabe der Projektplanung durch Teilnehmergemeinschaft in Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat, Handlungsfähigkeit nach Anerkennung als Dorferneuerung, Festlegung der Fördergebiete und Vorstand der Teilnehmergemeinschaft, Durchführung einer Umfrage (Marktrat Wolfgang Nicklas).

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