05.11.2019 - 16:19 Uhr
TännesbergOberpfalz

Vieles neu in Tännesberg

Eine neue Bushalteselle, ein neuer Geschäftsstellenleiter und eine neue Praktik bei der Vergabe von Zuschüssen. Die Marktgemeinde Tännesberg geht neue Wege. Auch der Sitzungssaal scheint nicht mehr zeitgemäß.

Ein richtiges Buswartehäuschen – an der Stelle, an der in Woppenrieth das Halteschild steht – wird kommen. Nicht aber die beantragte Geschwindigkeitsbeschränkung. Bild: fz
von Ernst FrischholzProfil

Eine in der letzten Sitzung des Marktrats Tännesberg besprochene neue Bushaltestelle soll an der Straßenkreuzung Gemeindeverbindungsstraße von der B 22 – Woppenrieth – Voitsberg entstehen. Die Woppenriether hatten den Antrag gestellt. Bürgermeister Völkl berichtete, dass auch die Polizei diesen Standort befürworte. Einen weiteren Antrag, in diesem Bereich die Geschwindigkeit von möglichen 100 auf 50 Stundenkilometern zu beschränken, wurde nur teilweise entsprochen. Die Polizei hatte hierfür Tempo 70 vorgeschlagen und der Marktrat folgte dem auch.

Die lange Suche der Verwaltungsgemeinschaft Tännesberg nach einem Geschäftsleiter war von Erfolg gekrönt und ist abgeschlossen. In der Marktratssitzung am Montag stellte sich der neue Geschäftsleiter Lothar Kipp kurz vor. Kipp hatte Montag seinen ersten Arbeitstag. Er ist 40 Jahre alt und war bis vergangene Woche Leiter des Hauptamtes in Unterföhring. Eine offizielle Vorstellung wird durch die Bürgermeister Max Völkl (Tännesberg) und Anton Kappl (Leuchtenberg) erfolgen.

Die Marktgemeinde delegierte zwei Anträge eines Verein und einer Institution an das Kommunalunternehmen. Der Verein „Jugendkultur“ hatte eine Förderung von 5000 Euro für den Bau des Vereinsheimes beantragt. Bürgermeister Völkl ging von zu erwartenden Baukosten von 40500 Euro aus. Der Verein mache viel, was die Jugend betrifft, so Völkl. Trotzdem plädiere er für eine Zahlung der Förderung erst nach Fertigstellung. Seiner Meinung nach scheint es mit der Arbeitsmoral bei den kommenden Eigenleistungen nicht so rosig zu sein.

Wolfgang Nicklas brachte den Antrag ein, das Zuschussgesuch an das Kommunalunternehmen zu delegieren. Dann wären es keine freiwilligen Leistungen der Gemeinde. Einstimmig wird dem Kommunalunternehmen die Anweisung gegeben, den Zuschuss je nach Baufortschritt auszuzahlen. Die gleiche Vorgehensweise erfolgte beim Antrag des Katholischen Pfarramtes auf Zuschuss zum Bauabschnitt II bei der Innenrenovierung der Sankt-Jodok-Kirche. 15000 Euro waren beantragt. Bürgermeister Völkl erläuterte, dass die Gesamtrenovierung 670000 Euro und davon die Innenrenovierung 244000 Euro koste. Für den Bauabschnitt I habe man bereits über 5000 Euro gegeben. Die Mehrzahl der Kommunen im Altlandkreis bezuschusse solche Maßnahmen nicht, da es als kirchliche und nicht kommunale Maßnahme gesehen wird.

"Demnächst sitzen wir mit 1,8 Millionen beim Kindergartenbau mit der Kirche im Boot", sagte Völkl. Thomas Bäuml und Hans Eckl plädierten trotzdem für einen Zuschuss, wenn auch nicht die beantragten 15000 Euro. Stephanie Kuchlbauer sprach die Bedeutung des Kirchleins beim Jodokritt an. Marktrat Nicklas verwies wieder auf das Kommunalunternehmen. Völkls Beschlussvorschlag lautete, das Kommunalunternehmen anzuweisen, die Differenz vom ersten Zuschuss zu den beantragten 15000 Euro zu spenden. Wie auch vorher war das Votum einstimmig.

Nicht leer ging der Kindergartenträger des Kinderhauses Sankt Martin beim Vorschuss zu den Betriebskosten 2019 in Höhe von 50000 Euro aus. Kämmerin Sabrina Schaffner erläuterte, dass dies rechtlich in Ordnung sei. Die Mittel müssen zweckgebunden für die Betriebskosten verwendet werden, an deren Beteiligung die Gemeinde mit 80 Prozent verpflichtet ist. Also sei das nur eine Vorauszahlung. Im Antrag wird erläutert, dass die Betriebskosten auch dahingehend gestiegen sind, weil sich die Buchungsstunden von 174 auf 213 Stunden erhöht haben und dadurch höhere Personalausgaben entstehen.

Ab der Kleinschwander Straße hat die Gemeinde vor, einen öffentlichen Feld- und Waldweg anzulegen. Marktrat Nicklas brachte das Schreiben eines Anliegers vor, der dafür plädiert, die bisherige Zuwegung zu erhalten. Bürgermeister Völkl stellte fest, dass der Weg nicht geteert und auch nur drei Meter breit sein wird und zudem auf Gemeindegrund verlaufe. Der Grund des Verfassers werde nicht berührt. Die Zustimmung des Gremiums hierfür enthielt die Beteiligung der Anlieger.

Kämmerin Schaffner stellte das vorläufige Ergebnis der Jahresrechnung 2018 vor. Demnach ergeben sich eine Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt von 631000 Euro und ein Überschuss von 667000 Euro, der in die Rücklagen fließt. Bürgermeister Völkl hatte die Umgestaltung des Sitzungssaales im Rathaus auf die Tagesordnung gesetzt. Diese sei einmal nicht mehr zeitgemäß und mit Blick auf die standesamtlichen Trauungen auch nicht passend. Im Haushalt sind 50000 Euro eingestellt, fügte die Kämmerin an. Der Marktrat befürwortete, dass der Bürgermeister Vorschläge und Angebote für die Umgestaltung einholt.

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