15.03.2019 - 09:27 Uhr
TännesbergOberpfalz

Wasser hält sich nicht an Landkreisgrenze

Das Regenwasser im Ortsteil Pilchau landet in der Kläranlage von Gleiritsch. Das Schwandorfer Landratsamt schickte deshalb einen Brief nach Tännesberg.

Der Ortsteil Pilchau liegt nahe an der Landkreisgrenze zu Schwandorf. Ihm steht eine Prüfung der wasserrechtlichen Erlaubnis durch das dortige Landratsamt ins Haus.
von Josef ForsterProfil

Bürgermeister Max Völkl informierte die Markträte über einen Brief aus dem Landratsamt des Nachbarlandkreises, der im Rathaus eingegangen ist. Im Ortsteil Pilchau läuft das Niederschlagswasser bergab Richtung Landkreis Schwandorf und landet dort in der Kläranlage von Gleiritsch. Unter Hinweis auf die Wassergesetze stehe dem Ortsteil das gleiche Prozedere wie in Kleinschwand bevor. Die Abwasserbeseitigung in Pilchau laufe in Eigenregie, jedoch müsse die Gemeindeverwaltung die Mitarbeit am Prüfverfahren federführend übernehmen. Außerdem sah der Bürgermeister die Notwendigkeit zur Beteiligung eines Ingenieurbüros. Die Markträte ermächtigten Völkl daraufhin zu Gesprächen mit den Pilchauern, um gemeinsam nach einem geeigneten Planer zu suchen.

Für die „Tropical Night“ des Vereins Jugendkultur kann am 22. Juli dasselbe Grundstück zwischen Schulturnhalle und Sportplatz genutzt werden wie in den beiden Vorjahren. In der Marktratssitzung verlas Bürgermeister Max Völkl zunächst den Brief von Vorsitzendem Michael Spickenreither. Nach kurzen, ausschließlich wohlwollenden Wortmeldungen der Markträte stand einer geschlossenen Zustimmung nichts mehr im Wege.

Alle Markträte schlossen sich sämtlichen Bauvorhaben ohne Gegenstimme an: Für das Anwesen an der Ecke St.-Jodok-Straße/Amselsteig kann die bestehende Garage abgebrochen und durch den Neubau einer Doppelgarage ersetzt werden. Der Antrag beinhaltete ebenso die Sanierung und den Umbau des Wohnhauses. In Pilchau ist ein Einfamilienhaus mit Carport geplant. Behandelt wurde die Erneuerung und Erweiterung des Anbaus an einem bestehenden Wohnhaus auf dem Schloßberg. Die Erneuerung der Nebengebäude und Errichtung einer Terrassenüberdachung in der Ortsmitte von Kleinschwand durchlief das Gremium ebenso, wie das Bauvorhaben von Alexander Albrecht in unmittelbarer Nachbarschaft.

Zu der für Tännesberg angedachten Flurbereinigung und Dorferneuerung steht am Dienstag, 19. März, die Wahl des Vorstands der Teilnehmergemeinschaft im Kalender. Gemeinsam sprach sich der Marktrat dafür aus, in das neue Gremium den jeweils amtierenden Bürgermeister als Vertreter der Marktgemeinde zu entsenden, sowie den jeweils amtierenden Stellvertreter des Bürgermeisters als dessen Stellvertreter.

Ein Ortsansässiger habe der Gemeindeverwaltung seine Dienste beim Streuen und Räumen während des Winterhalbjahres angeboten. Völkl wusste, dass der Bauhof beim Winterdienst „heuer ein paar Mal seine Kapazitätsgrenzen erreichte“. Nach Rücksprache mit dem Bauhof werde jedoch kein Bedarf für die Unterstützung durch private Kräfte gesehen. Begründet werde dies vor allem mit dem neuen Unimog und dem größer dimensionierten Salzstreugerät: „Dadurch geht es künftig schneller.“ Einzig Josef Hammerl (CSU) stimmte nach kurzer Debatte im Marktrat für die Einholung von privaten Angeboten zur Verstärkung des nächsten Winterdienstes.

Einmütig erteilten die Ratsherren einer Teilnahme am Landesförderprogramm Mobilfunk eine Absage. Der Bürgermeister gab zuvor die vom Amt für Breitband und Mobilfunk eingeholten Aussagen weiter, wonach es weiße Flecken bei der Versorgung in der Kommune gebe. Nicht ohne Seitenhieb, denn Völkl ergänzte: „Mein Telefon ist trotzdem dort gegangen. Ich finde nicht, dass es so ist.“

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