Tannenlohe bei Falkenberg
05.03.2019 - 13:28 Uhr

Zombies, Blondinen und ein Anti-Vorurteile-Spray

18 junge Leute aus der Mittelschule Waldsassen und der Schule in Eger haben vier Tage lang im Jugendmedienzentrm an Kurzfilmen gearbeitet. Was dabei herausgekommen ist: Kurzfilme zum Thema "Vorurteile" und Freundschaften über Grenzen.

Nach den anstrengenden, aber auch sehr schönen vier gemensamen Tagen in Tannenlohe trafen sich die kompletten Klassen sowie die Ehrengäste in Tannenlohe zur Filmpremiere. . Bild: ubb
Nach den anstrengenden, aber auch sehr schönen vier gemensamen Tagen in Tannenlohe trafen sich die kompletten Klassen sowie die Ehrengäste in Tannenlohe zur Filmpremiere. .

Große Aufregung herrschte im Grenzüberschreitenden Jugendmedienzentrum Oberpfalz Nord T 1. Schüler der Klasse 8 M und der Ganztagsklasse 8 GTK der Mittelschule Waldsassen und der Egerer Schule trafen sich mit weiteren Schulkameraden, um einen Film zu realisieren.

Jeweils neun Schüler aus Waldsassen und aus Eger hatten sich vier Tage lang im Rahmen des Deutsch-tschechisches Projekts "#findtogether2" dem Thema "Zusammenfinden - Vorurteile überwinden" gewidmet. Den Abschluss bildete eine Filmpremiere mit Gästen. Geladen waren eine Abordnung des Rotary-Clubs Stiftland, etliche Lehrkräfte aus beiden Schulen und Eltern. Sie bestaunten einen Film, der erst wenige Stunden vorher fertig geworden war. Als Vertreter der Rotarier, die zusammen mit der Euregio Egrensis das Projekt förderten, waren der Mitterteicher Bürgermeister Roland Grillmeier, Hubertus Rustler und Präsident Jeff Beer gekommen. Grillmeier lobte das T 1 und seine Jugendarbeit sehr. Er sei sehr gespannt auf die Ergebnisse, meint er.

Die beiden Klassen hatten am Vormittag noch rasch gemeinsam witzige Trickfilme produziert. Die jungen Leute aus Deutschland und Tschechien brachten Vorurteile äußerst kreativ auf die Leinwand. T1-Leiter Philipp Reich zeigte sich überzeugt, dass die jungen Leute damit auch Vorurteile untereinander überwunden hatten.

Kurzfilme erstellen bedeutet viel aufwendige Gruppenarbeit. Aber es ging auch um Freundschaft, Spaß und eine gute gemeinsame Zeit.

Bald gab es bei der Vorführung die ersten Lacher, die Kinder amüsierten sich sehr über ihre Arbeiten. Die witzigen Trickfilme sorgten aber auch bei den Erwachsenen für Schmunzeln. Die drei Filmteams stellten ihre Arbeiten zuerst persönlich vor. Alle haben die nicht leichte Thematik "Vorurteile" bei der Umsetzung äußerst ernsthaft in Angriff genommen. Dank hintergründigem Witz, gepaart mit dem gewissen Körnchen Wahrheit, blieb der erhobene Zeigefinger gänzlich draußen. Die Filmbeiträge (zu sehen auf YouTube) wurden mit viel Beifall belohnt. Philipp Reich ließ noch wissen, dass die Schüler von der Idee bis zum fertigen Film alles selbst gemacht hätten, was in drei Tagen eine großartige Leistung darstellte. Er bedankte sich bei den Jugendlichen für die tolle Zeit in diesen vier Tagen und bei Eltern, Lehrern und Förderern für die Unterstützung, ohne die solche Projekte nicht möglich wären.

Die Filme:

Drei Beiträge gezeigt

Das Anti-Vorurteile-Spray

Filmteam Nummer 1 hatte sich ein „Anti-Vorurteile-Spray“ ausgedacht. Doch es erwies sich als äußerst schwierig, dies an den Mann/die Frau zu bringen. Die Auserwählten wehrten sich vehement davor, damit eingesprüht zu werden. Um die Menschen von ihren Vorurteilen zu befreien, musste der „Sprayer“ heimlich ans Werk.

Die dumme Blondine

Im zweiten Film drehte sich alles um die „dumme Blondine“. Witzig tappte diese immer wieder in die „Dumm-Falle“, egal welche Aufgaben ihr aufgetragen wurden. Am Ende jedoch stellte sich heraus: Nicht alle Blondinen sind dumm.

Das Endzeit-Szenario

Gruselig wurde es beim Filmteam Nummer 3. Tatsächlich sehr realistisch den großen Filmemachern von Hollywood nachempfunden präsentierte die Gruppe in ihrem Streifen ein schockierendes Endzeit-Szenario. Die Filmmusik, verschreckte Menschen auf der Flucht und Zombies ließen ein wenig erschauern. Die Welt war zerstört, der Hunger trieb die Überlebenden zu gruseligen Taten.

Am Ende stellte sich heraus: Ein gesundes „Vorurteil“, das in diesem Fall ein gesunder „Menschenverstand“ gewesen wäre, wäre in diesem Fall besser gewesen als blindes Vertrauen.

Zwei Schülerinnen bedankten sich im Namen der beiden Klassen bei T1-Leiter Philipp Reich (im Bild mit der Dolmetscherin li.) für die schöne Zeit in Tannenlohe während des Workshops mit kleinen Geschenken. Bild: ubb
Zwei Schülerinnen bedankten sich im Namen der beiden Klassen bei T1-Leiter Philipp Reich (im Bild mit der Dolmetscherin li.) für die schöne Zeit in Tannenlohe während des Workshops mit kleinen Geschenken.
 
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