10.10.2018 - 19:20 Uhr
TeublitzOberpfalz

Offen auf Zufluchtsuchende zugehen

Für ihr Engagement erhalten acht Vereine, Schulen und Projektvertreter den Integrationspreis. Darunter sind die Telemann-Grund- und Mittelschule Teublitz und die Initiative „Integration SAD ‒ Flüchtlinge fördern und fordern“ aus Schwandorf.

Ministerialdirektor Karl Michael Scheufele (rechts) und Regierungspräsident Axel Bartelt (Fünfter von links) gratulierten den Preisträgern aus dem Landkreis Schwandorf.
von Hanna Gibbs Kontakt Profil

„Die vielen Initiativen, Vereine und Projekte machen aus dem wichtigen Thema Integration lebendige Wirklichkeit vor Ort“, sagte Ministerialdirektor Karl Michael Scheufele bei der Preisverleihung des Integrationspreises der Regierung der Oberpfalz im Spiegelsaal. Die Preisträger seien Brückenbauer und würden ganz praktisch da helfen, wo Unterstützung nötig ist. Als Zeichen der Anerkennung erhielten die Erstplatzierten ein Preisgeld von 1000 Euro, die Zweitplatzierten 500 Euro. Alle weiteren Bewerber wurden mit einer Anerkennungsurkunde gewürdigt.

Regierungspräsident Axel Bartelt sprach allen 26 Bewerbern großes Lob aus für die vielen kreativen, engagierten und innovativen Ideen und Aktionen zur Förderung der Integration in der Region. „Sie sind die Vorbilder, die täglich offen und engagiert auf Menschen zugehen, die bei uns Zuflucht gesucht haben.“ Beim Thema Flüchtlinge und Integration gebe es keine einfachen und pauschalen Lösungen. Kulturellen und sozialen Konflikten müsse man sich stellen und diese friedlich lösen.

In der Kategorie „Schulen, Kinderbetreuungseinrichtungen und Horte“ erhielt die Telemann-Grund- und Mittelschule Teublitz den ersten Preis. Sie fördere die Integration und Partizipation Geflüchteter nachhaltig mit einem außergewöhnlichen Einsatz, sagte Bartelt. Dazu gehörten kontinuierliche Aktionen und pädagogische Maßnahmen für Mütter und Kinder in verschiedenen Projekten. Das Motto laute „Fit für das Leben in Deutschland“. Ziel sei es, Geflüchteten die Normen, Werte und die Alltagsstrukturen in Deutschland näher zu bringen und vor allem die Kinder auf ein Leben hier vorzubereiten. Beim „Mami-Frühstück“ würden schulische und allgemeine Fragen geklärt.

Die Initiative „Integration SAD ‒ Flüchtlinge fördern und fordern“ holte einen der zweiten Plätze in der Kategorie „Ehrenamtliche und Vereine“. Die Gruppe konzipiere, initiiere und begleite Projekte, die die Integration im Landkreis Schwandorf fördern und Frieden stiften, sagte der Regierungspräsident. Die Initiative habe es sich zum Ziel gesetzt, gerade dort zu helfen, wo staatliche Maßnahmen noch nicht existieren. Dies gelinge durch die alltägliche Unterstützung und Begleitung von Unternehmern, Migranten und Ehrenamtlichen und durch gezielte Projekte. Dazu gehöre das Angebot „Deutsch für Mütter“, die Emma-Kleiderläden in Neunburg vorm Wald und Schwandorf sowie Gesprächs- und Diskussionsrunden mit Flüchtlingen und Schülern in der Oberpfalz.

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