Teunz
25.01.2022 - 19:25 Uhr

Auf Ausflug aus dem Freigehege: Ochse "Hansi" hält Teunz auf Trab

Hansi, ein stattlicher, fast 1000 Kilo schwerer Ochse, büxt am Montag aus und hält Teunz in Atem. Am Dienstagnachmittag ist die Gefahr gebannt. Das Tier muss seinen Ausflug allerdings mit dem Leben bezahlen.

So mächtig wie dieser Ochse stand auch „Hansi“ den Feuerwehrleuten und der Polizei in Teunz gegenüber. Bild: Georg Wendt
So mächtig wie dieser Ochse stand auch „Hansi“ den Feuerwehrleuten und der Polizei in Teunz gegenüber.

Hansi ist normalerweise in einem Freigehege am nördlichen Ortsrand von Teunz untergebracht. Am Montag will er anscheinend mal über den Tellerrand hinaus schauen: Das Tier büxt aus uns löst eine größere Suchaktion aus.

Feuerwehrkommandant Andreas Brandstätter bezeichnet "Hansi" als imposant. Der vierjährige Ochse stand in der Nabburger Straße direkt vor ihm. Da ging "Hansi" nämlich in Teunz spazieren.

Richtung Bundesstraße

Gegen 17.15 Uhr verständigte ein Landwirt aus Teunz die Polizei, dass ein Ochse, der im Freilandgehege gehalten wird, ausgerissen ist. Aufgrund der Örtlichkeit war nicht auszuschließen, dass er in Richtung Bundesstraße 22 laufen könnte, so die Oberviechtacher Polizei. Etwa eine Stunde später flüchtete der Ochse in ein angrenzendes Waldstück und verschwand dort zunächst. Um 19.45 Uhr tauchte er im Bereich des Feuerwehrgeländes Teunz wieder auf. Von dort aus lief er entlang der Bundesstraße. Zwei Polizeistreifen, die daneben herfuhren, konnten ihn abhalten auf die Straße zu gehen.

Gefahr war also in Verzug. Die Polizei veranlasste dann auch gleich eine Verkehrsdurchsage, um die Verkehrsteilnehmer auf der Bundesstraße auf die mögliche Gefahr aufmerksam zu machen. Dann verließ der Ochse diesen Bereich und stellte sich auf eine Wiese. Bevor jedoch ein Jäger oder Tierarzt eintraf, suchte der Ochse das Weite im Wald.

Suche abgebrochen

Die Teunzer Feuerwehr war laut Andreas Brandstätter mit etwa 20 Mann im Einsatz. Hansi schlug seinen "Verfolgern" immer wieder ein Schnippchen. Doch immerhin gelang es, das Tier in die Nähe des Gatters zu dirigieren. Hier bestand zumindest die Hoffnung, dass der wuchtige Vierbeiner wieder in sein geöffnetes Refugium, in dem er gefüttert wird, findet. Doch wie gesagt, "Hansi" suchte dann Unterschlupf im Wald. Aufgrund der Dunkelheit wurde die Suche von der Feuerwehr gegen 22.15 Uhr abgebrochen.

Am Dienstag machte die Feuerwehr die Bevölkerung über die sozialen Medien auf die mögliche Gefahr aufmerksam. Schulkinder und Spaziergänger wurden gewarnt, dass "Hansi" plötzlich vor ihnen stehen könnte. "Ich hab gewusst, wer verlieren wird, wenn es zu einer Kollision kommt", beschreibt Andreas Brandstätter seine Begegnung mit "Hansi".

Spuren im Schnee

Besitzer und Jäger Fabian Wolf folgte den Spuren im Schnee. Gegen 14.20 Uhr wurde der Ochse schließlich auf einer Wiese zwischen Ödmiesbach und Miesmühle gesichtet. Im Beisein der Polizei wurde "Hansi" von seinem Besitzer erlegt, als sich ein sicheres Schussfeld bot. "Er war außer Rand und Band", berichtet Fabian Wolf, dem es natürlich um seinen "Hansi" leid tut.

Die Feuerwehr gab noch am Nachmittag noch Entwarnung auf den sozialen Medien: "Vom Stier geht keine Gefahr mehr aus".

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Nabburg29.05.2021
 
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