14.02.2020 - 11:33 Uhr
TeunzOberpfalz

Ein neues Feuerwehrhaus für Wildstein

Der Teunzer Gemeinderat hat einen zukunftsweisenden Beschluss für die Feuerwehr Wildstein gefasst: Der Antrag für den Neubau eines Gerätehauses ist genehmigt worden. Einen großen Teil der Kosten stemmen die Mitglieder selbst.

Als "nicht mehr zeitgemäß" wird das Feuerwehrhaus in Wildstein eingestuft. Der Gemeinderat Teunz ist nun dem Antrag der Feuerwehr für einen Neubau gefolgt.
von Christof FröhlichProfil

Eng geht's zu im bisherigen Stützpunkt der Feuerwehr Wildstein. Die Bilder, die Vorsitzender Christian Salomon den Gemeinderäten zeigte, sprechen eine deutliche Sprache. Eine starke Delegation an Feuerwehrmitgliedern nahm an der Sitzung teil, in der sich das Gremium mit dem Antrag für den Neubau eines Gerätehauses befasste.

Bürgermeister Norbert Eckl verlas das Ansinnen der Wehr und bat danach Vorsitzenden Christian Salomon, die bisherigen Planungen und die ermittelte Finanzierung vorzustellen. "Weder zweckmäßig, noch sicher, noch zeitgemäß", sei das bisherige Feuerwehrhaus stellte Salomon fest. Angestrebt werde "kein neues Wirtshaus", sondern ein zweckmäßiger und zukunftsorientierter Anbau, in dem Ausstattung und Ausrüstung gut Platz finden und Aus- und Fortbildungen stattfinden können.

Christian Salomon, Vorsitzender der Feuerwehr Wildstein, erläuterte im Gemeinderat die Gründe für ein neues Gerätehaus. Die Planungen und eine mögliche Finanzierung überzeugten das Gremium.

Die finanzielle Bürde will die Wehr nicht alleine der Gemeinde aufbürden. Der Vorsitzende signalisierte, dass die Feuerwehrleute bereit wären, Eigenleistungen in Höhe von 150 000 Euro zu erbringen. Bei einem erwartenden Zuschuss über 57 000 Euro, hätte die Gemeinde noch Kosten von etwa 270 000 Euro zu tragen. Die Ratsmitglieder befürworteten nach einer Diskussion den Antrag für ein neues Gerätehaus in Wildstein. Bürgermeister Eckl wurde beauftragt, alles Erforderliche zu veranlassen, damit zeitnah der Förderantrag bei der Bezirksregierung eingereicht werden kann.

Einen finanziellen Vorschlag für die zeitliche Umsetzung soll die Kämmerei der Verwaltungsgemeinschaft Oberviechtach bis spätestens zu den Beratungen für den Haushalt 2020 vorlegen. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Vergabe der Ingenieurs- und Architektenleistungen vorzubereiten. Nach momentanem Stand soll heuer die endgültige Planungsphase abgeschlossen, im Frühjahr 2021 mit dem Bau begonnen und das Projekt 2022 abgeschlossen werden.

Nach der Phase der öffentlichen Auslegung konnte das Gremium die Satzungsbeschlüsse für die Aufhebung der Bebauungspläne für die Baugebiete "Nord West - Am Waldfrieden", "Am Schießlkreuz", "An der Oberviechtacher Straße" und "An der Oberviechtacher Straße - Erweiterung" fassen. Diese Gebiete sind mittlerweile fast vollständig bebaut. Nachdem keine Teunzer Belange betroffen sind, nahmen die Räte die Planung der Nachbargemeinde Niedermurach für die Aufstellung eines Bebauungsplanes für eine Biogasanlage in Enzelsberg lediglich zur Kenntnis.

Ihre Bestätigung durch die Gemeinde erfuhren Andreas Brandstätter und Berthold Eckl als Kommandanten der Feuerwehr Teunz. Die Aktiven hatten sie bei der Neuwahl am 11. Januar im Amt bestätigt. In einem weiteren Beschluss sprachen sich die Räte dafür aus, dass Parteien und Wählergruppen im Wahlkampf oder in Wahlprospekten das Gemeindewappen nicht verwenden dürfen.

Genehmigt wurden in der Sitzung noch private Bauanträge: Anbau einer Altenteilerwohnung in Fuchsberg, Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage in Teunz, Errichten eines Anbaus und Umbau des Dachgeschosses an einem Wohnhaus in Teunz.

Beschlüsse aus nichtöffentlicher Sitzung:

Zum Abschluss der Tagesordnung informierte Bürgermeister Norbert Eckl noch über mehrere Beschlüsse, die nichtöffentlich gefasst wurden. Bereits vollzogen wurde die Anschaffung eines neuen Traktors für den gemeindlichen Bauhof, der Auftrag dazu war der Baywa in Nabburg erteilt worden.

Nicht mehr als Kinderspielplatz genutzt wird das Grundstück mit der Flurnummer 164/5 in der Gemarkung Teunz. Das Spielgerät wird durch den Bauhof abgebaut und eingelagert. Künftig soll die Fläche als Bauland eingestuft und als Parzelle veräußert werden. Mit Kosten von 2457 Euro wurde der der Preisvereinbarung der Baufirma Wagner (Waldmünchen) für zusätzliche Programmierungen bei der Überwachung der Abwasseranlage Fuchsberg zugestimmt. Der gleiche Betrieb erneuert die Wasserleitung bis zum "Kreuzerhof" im Gemeindeteil Fuchsberg im Zuge der Kanalbauarbeiten. Damit werde die Versorgungssicherheit und die Löschwasserversorgung verbessert. Den Auftrag für den Austausch einer defekten Gastherme im Gemeindehaus hat die Firma Roth aus Gartenried erhalten. (frd)

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