Die 25 Meter hohe Fichte hatte Helmut Wüst spendiert. Stefan und Sepp Rothut hatten sie mit den Kirwaburschen teilweise geschält, geringelt und "Thanheim 2019" sowie das Wappen eingeschnitzt. Die Moidln banden drei Kränze, den untersten zierten Herzen mit den Namen der zehn Kirwapaare. Schließlich war unter dem Kommando von Jürgen Hofmeister Armschmalz gefragt. Dann wucheten 28 kräftige Mannsbilder, von einem Bagger gesichert und von Ensdorfer und Riedener Kirwaburschen unterstützt, mit Goißn den Baum in die Senkrechte. Danach gab es die ersten Seideln Kirwabier.
Am Abend aber hieß es auf zur Goaßhalbe-Party. Höhepunkt der dreitägigen Thanheimer Kirchweih ist jedoch der Festgottesdienst zu Ehren des Namenspatrons in der Bartholomäus-Kirche am Sonntagvormittag. Anschließend war Frühschoppen im Festzelt angesagt. Bayerische Schmankerln wurden zum Mittagessen in der Dorfschmiede und im Festzelt serviert. Gegen 15 Uhr holten die Burschen mit dem festlich geschmückten Traktor und Ladewagen ihre Moidln ein. Die Sternpolka, einen Zwiefachen, den Kikeriki und Ausanand - Zuanand zeigten sie "rund um a mit bunten Bandln g'schmückts Birkerl" neben dem Kirwabaum. "D' Stodara & Er" spielten dazu auf. Dazwischen hörte man, dass die Thanheimer die schönsten Moidln und auch Burschen haben.
In den Tanzpausen - "... hom mir an Durscht" - tranken die Paare kräftig aus ihren Krügen. Sie brachten aber auch das Publikum mit Gstanzln zum Lachen, denn sie frotzelten über die Wolfsbacher: "Die Wolfsbacher hom earna Feierwehrauto g'weiht, bloß für's Freibier und s' Essen hods Geld glatt g'feit." Auch die Ensdorfer bekamen ihr Fett weg, denn "Ensdorf und Thanheim, des is so a G'schicht, mia hom an ersten Kommandanten und Ensdorf halt nicht".
Bei einem Walzer wurde das Oberkirwapaar 2019 ausgetanzt. Doris Drexler und Simon Heinrich heißen die Glücklichen, die sogleich Süßigkeiten unters Volk warfen und auch dem Tanzlehrer der Kirwapaare, Florian Walter, dankten. Nach dem Ehrenwalzer spielten "D' Stodara & Er" weiter im Festzelt auf. Natürlich gab es auch Kaffee, Kuchen und Torten sowie auch an allen Tagen Bratwürste und Steaks.
Am Abend des Kirchweihmontags heizte die Winterleitn-Muse noch einmal so richtig ein und gegen 22 Uhr wurde der Kirwabaum verlost und der Meistpreis vergeben.















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