05.09.2018 - 11:02 Uhr
Thann bei FalkenbergOberpfalz

Was Bauern täglich leisten

Auf dem Bauernhof der Familie Beer kann man den Tieren sehr nahe kommen. Doch nicht nur die Vierbeiner interessieren beim Besuch des Katholischen Frauenbunds.

Wolfgang und Monika Beer (kniend von links) öffnen die Hoftore, um den Mitgliedern des Katholischen Frauenbunds Falkenberg alles zeigen und erklären zu können. Als Dankeschön übergibt Vorsitzende Maria Braun (Bildmitte) ein Geschenkkörbchen.
von Werner RoblProfil

Die Landwirtsleute haben in Thann nahe Falkenberg vor einigen Jahren einen großen Viehstall errichtet. Gerne zeigen sie ihn auch. Das langgezogene Gebäude, in dem viele Milchtiere leben, ist an allen Seiten offen, so dass die Luft gut zirkulieren kann. Drinnen im Stall ist es nahezu taghell: Sofort kommt einem der Begriff „glückliche Tiere“ in den Sinn. Dass die Tiere gut umsorgt werden, sieht man.

„Die Zahl der Zwei- und Vierbeiner, die auf unserem Hof wohnen, kann ich auf Anhieb jetzt gar nicht sagen“, bedauert Bäuerin Monika Beer, die zusammen mit Ehemann Wolfgang Beer zu einem Tag der „offenen Stalltüre“ eingeladen hat. Der bunte Besucher-Kreis aus den Reihen des Katholischen Frauenbundes, unter der Falkenberger Vorsitzenden Maria Braun, hatte sich vor einiger Zeit bereits dafür ausgesprochen, einmal dorthin einen Frauen-Ausflug zu machen. Dazu wurden auch Männer eingeladen, die sich einmal ein genaueres Bild von der Arbeit der Bauern machen wollten.

Mit einigen Vorurteilen müsse man halt leben, klagt Monika Beer. Sie betont aber auch, dass es außer Verordnungen, Gülle, Dünge- und Pflanzenschutzmitteln auch noch andere Herausforderungen gebe, die ein Bauer zu bewältigen habe. „Darüber sollte man die Öffentlichkeit schon einmal informieren“, fügt sie hinzu. Die Dokumentationspflicht in vielerlei Bereichen beschere umfassende Schreibtischarbeit.

Wenig später erklären die Beers auch alles andere, was man über die Stall- und Feldarbeit wissen sollte. Monika und Wolfgang Beer begleiten die Mitglieder des Frauenbunds übers Hofgelände. Für den Viehstall nimmt man sich besonders viel Zeit. Das Interesse ist groß. Die Kinder der Beers sind auch mit dabei und freuen sich über den Besuch. Fleißig erklären sie mit. Auch sie haben Fragen, Antworten und Wissenswertes beizutragen.

Auch die Betriebsräume dürfen besichtigt werden. Beim Hinausgehen werden nochmal die Kälber besucht und gestreichelt. Hinterher werden die Tische gedeckt, der Beer-Nachwuchs hilft dabei. Die frische Landluft, die vielen neuen Eindrücke und die Informationen rund um den Wirtschaftsbetrieb machen halt hungrig. Draußen gibt es Kaffee und selbst gebackenen Kuchen, den die Frauen aus Falkenberg mitgebracht haben. Der beliebte Pflaumenkuchen darf nicht fehlen. Wer möchte darf sich vom Backblech auch ein Stück Apfelkuchen – gebacken nach einem Hausrezept - nehmen. Immer wieder wird der Kuchenvorrat ergänzt. „Die Milch“ - und darauf verweist Bäuerin Monika ausdrücklich – „stammt von den Kühen nebenan.“ Vieles was jetzt auf dem Tisch steht, hat einen kurzen Weg hinter sich und das ist das Besondere an diesem Nachmittag, den der Katholische Frauenbund organisiert hat.

„Das war heute ein ganz besonderer Ausflug“, schwärmt KDFB-Vorsitzende Maria Braun und bedankt sich mit einem vorbereiteten Geschenkkörbchen bei den Thanner Gastgebern. Monika und Wolfgang Beer versprechen – sobald es mal wieder passt – die Hoftore erneut zu öffnen.

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