In der Vergangenheit waren mit Start am Ortsrand von Thanstein gleich mehrere Loipen ausgewiesen. Doch jetzt hinterlässt hier der Klimawandel seine Spuren. "Für zehn Tage mit Schnee lohnt es sich nicht, die Loipe zu spuren", bedauert Bürgermeister Walter Schauer und hat für das Aus des Skivergnügens auf präparierter Bahn noch ein schlagendes Argument: Das 45 Jahre alte Spurgerät sei immer reparaturanfälliger geworden, man werde deshalb nun ganz darauf verzichten. Inzwischen ist das marode Gerät verkauft.
"Für eine neue Pistenraupe müssten wir mit 40 000 bis 50 000 Euro rechnen", kalkuliert der Bürgermeister. Ein Skibob, der zuvor schon im Einsatz war, sei auf Dauer auch nicht praktikabel. "Für den Fahrer gibt es da keine geschützte Kabine, und in Schneewehen ist das Gerät öfter umgekippt", berichtet Schauer und zieht Bilanz: "Das kann man nicht mehr verantworten", so sein Fazit.
Im vergangenen Jahr habe es gerade mal eine Woche lang Schnee gegeben, für zwei Tage war dann gespurt. Und ganz aktuell schmelze der Schnee vom Wochenende auch schon wieder dahin. Die Konsequenz: Die Gemeinde wird künftig offiziell keine Loipen mehr ausweisen. Nicht zuletzt waren die Bahnen, für die eigens im Bereich Staatswald eine Vereinbarung getroffen wurde, in den vergangenen Jahren nicht unumstritten: Private Wiesen und Ackerflächen konnten erst dann für die Skifahrer in Beschlag genommen werden, wenn kein Schaden für den Untergrund zu Befürchten war, und immer wieder hatte es Reibereien mit Jägern gegeben, die auf ihrem Weg in den Wald die Spur gekreuzt hatten.
Ganz vorbei muss deshalb aber noch nicht sein mit dem Langlauf rund um Thanstein. Denn es geht auch ohne vorgezeichnete Bahn. "Wer will, kann sich immer noch selbst eine Spur anlegen", so der Tipp von Bürgermeister Schauer.









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