09.04.2019 - 09:29 Uhr
Thansüß bei FreihungOberpfalz

Gaudi beim bayerischen Dreikampf

Nicht laute Musik, nein, Theater, bayerischer Dreikampf und Dorfgespräch gaben dem Bockbierfest der "Tell"Schützen-Kirwaleit die Würze.

Gaudi beim Bockbierfest.
von Siegfried BockProfil

Jung und Alt, auch Gäste aus Schnaittenbach und Kaltenbrunn, füllten am Samstag den Saal. Ausgangspunkt für die gewonnene Weinverkostung des Vereins war ein Preisausschreiben. Die Frage: "Welcher Fluss fließt durch Thansüß?" hatten die drei Vorsitzenden mit Lohgraben richtig beantwortet. Sie luden dazu ihre Frauen ein, welche die Probe gesittet absolvierten. "Bereits vor der Eingliederung nach Freihung haben wir Wein erzeugt" meinte Winzer Andreas Luber.

"Wenn i Durscht how, howe Durscht, und wenn ma Feiawehr fohrn, nou fohrn ma Feiawehr" reagierte Jakob Kummer, als ihn seine Monika bremsen wollte. Nach dem Genuss von drei Rebsorten und einer kalorienreichen Jause mussten die Männer vorzeitig ins Bett.

Sieben Paare traten zum bayerischen Dreikampf an: Beim Holzwettsägen, Nägel in einen Balken schlagen und Maßkrugstemmen hatten sich Andreas Luber und Moritz Lobenhofer die Siegprämie verdient. Ihr Auftritt gegen Mitternacht wurde mit Spannung erwartet. Wochenlang hatten sie Stoff gesucht und dann fleißig geprobt, um örtliche Begebenheiten aufs Korn zu nehmen. Einige Kostproben: Bei der Rockhauskneipe hätten sich die vielen Glatzen der alten Leute so grell im Discolicht gespiegelt, dass sie nicht mehr herausfanden und deshalb solange sitzen blieben. "Die Festdamen der Feuerwehr sind jetzt noch jung, aber in zwei Jahren haben die auch schon 2,1 Kinder und sind alt. Auf den T-Shirts muss dann stehen anstatt 2021 feiern wir, 2021 feiern wir jetzt auch barrierefrei."

Nicht ungeschoren kam die Marktgemeinde Freihung davon. "Sie unterschreibt einen Antrag erst, wenn förderfähig darunter steht. Das Problem dabei ist nur: Geld nehmen von anderen, Geld weitergeben an Architekten/Bauleiter, die aber das Dreifache verrechnen, als wenn man es selbst gemacht hätte ohne Förderung."

Für das Küchenteam und die flotten Bedienungen in Tracht gab es keine Verschnaufpause. Die gute Stimmung hielt noch lange an, so dass die Besucher erst spät in der Nacht das Schützenheim verließen. Kirwaleit-Präsident Jakob Kummer resümierte erleichtert: "Eine gelungene Veranstaltung. Unsere Arbeit wurde honoriert." Wiederholter Szenenapplaus und fulminanter Schlussbeifall belohnte die mit örtlichen Pointen gespickte Darbietung der sieben Laienspieler.

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