Theisseil
02.06.2019 - 08:48 Uhr

Augenmerk auf Wilchenreuth

Er ist eine Behörde auf Zeit. Wenn auch nicht unabhängig, sondern unter Aufsicht des Amts für Ländliche Entwicklung. Der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft Theisseil 2 ist neu besetzt worden und hofft, dass weiter Fördergelder fließen.

Der neue Vorstand der Teilnehmergemeinschaft Theisseil 2, der sich in den nächsten sechs Jahren um alle Belange in Sachen Dorferneuerung kümmern muss. Bild: eig
Der neue Vorstand der Teilnehmergemeinschaft Theisseil 2, der sich in den nächsten sechs Jahren um alle Belange in Sachen Dorferneuerung kümmern muss.

Es geht um die Dorferneuerung in der Gemeinde und der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft ist der Verhandlungspartner von Behörden und Grundstücksbesitzern. Als „Experten vor Ort“ kümmern sich die auf sechs Jahre gewählten Vorstandsmitglieder unter anderem um den Unterhalt der Anlagen, um Vermessung und Abmarkung, um Verhandlungen zur Neugestaltung des Verfahrensgebietes, um Aufstellung und Ausführung eines Flurbereinigungsplans.

Nach den demnächst abgeschlossenen Dorferneuerungsmaßnahmen in Letzau und Edeldorf liegt nun das Augenmerk auf dem Ortsteil Wilchenreuth. Der Gemeinderat hat erste Weichen gestellt. Bürgermeisterin Marianne Rauh äußerte die Sorge, das Fördergeld könnten nicht für die geplanten Maßnahmen ausreichen. Durch die noch vor wenigen Jahren nicht absehbare Entwicklung auf dem Bausektor seien die Kosten enorm gestiegen, überdies sei die Straßenausbaubeitragssatzung abgeschafft worden. Und der Eigenanteil von 35 Prozent der Maßnahmen sei für eine strukturschwache Gemeinde ohne größere Gewerbesteuereinnahmen nicht einfach zu schultern. Wohlwissend, dass der Förderanteil von 65 Prozent sehr hoch sei, so sagte Rauh, habe sie an das Amt für Ländliche Entwicklung, das Finanzministerium und die zuständigen Abgeordneten geschrieben mit der Bitte, sich für eine Erhöhung des Fördersatzes stark zu machen. Rauh zeigte sich zuversichtlich. „Wir gehen die Maßnahmen an und hoffen, dass wir sie so gut wie in Letzau zu Ende bringen.“

Sorgen, dass das Fördergeld nicht ausreicht, äußerte auch das neu gewählte Wilchenreuther Vorstandsmitglied Diana Sommer. In Wilchenreuth sei wirklich viel zu tun, sagte sie, die Straßen seien in sehr schlechtem Zustand. Bauoberrätin Teresa Meyer vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) erwiderte, es sei bisher viel in der Gemeinde geschehen. Inzwischen sei die Baustelleneinweisung in Wilchenreuth erfolgt: „Es passiert was.“

Der neue Vorstand der Teilnehmergemeinschaft setzt sich zusammen aus je zwei Mitgliedern aus Letzau und Roschau/Wilchenreuth und einem Mitglied aus Edeldorf, dazu kommt jeweils ein Stellvertreter. Vorsitzende von Amts wegen ist Bauoberrätin Meyer, ihr Stellvertreter der Technische Oberinspektor Markus Siebert. Dazu kommt noch ein vom Gemeinderat bestellter Gemeindevertreter. Für Letzau wurden gewählt Josef Herrlein (Stellvertreter: Sebastian Schieder) und Dieter Schubert (Andreas Herrlein), für Roschau/Wilchenreuth Josef Greiner (Diana Sommer) und Manuel Hausner (Günther Meißner), für Edeldorf Thomas Bodensteiner (Tobias Groß).

Die erste öffentliche Sitzung des neuen Vorstands findet voraussichtlich Ende Juni statt, dabei werden die Entwürfe für Wilchenreuth vorgestellt.

 
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