13.08.2018 - 10:20 Uhr
TheisseilOberpfalz

Bock auf Bocklradweg

Es braucht mehr Radwege im Landkreis. Die FDP will dazu kräftig anschieben. Insbesondere fordern die Liberalen eine Anbindung der Stadt Weiden an den beliebten Bockl-Radweg - und seinen Ausbau zum Rundweg.

Gespräche über neue Radwege führen (von links) Christoph Skutella, Heribert Schiller, Reinhold Wildenauer und Oliver Mutterer.
von FSBProfil

(fsb) Zum Themenabend „Infrastruktur mit Schwerpunkt Radwege“ hatte der FDP-Kreisverband in den Biergarten des Gasthauses Kett geladen. In den regen Gesprächsbeiträgen drehte es sich dabei vor allem um eine Anbindung von Radwegen zwischen der Stadt Weiden und dem Landkreis.Kreisvorsitzender und Landtagskandidat Christoph Skutella plädierte dabei für eine Erschließung weiterer Fahrradstrecken gerade auch hinsichtlich des Trends zum E-Bike. Dies sei auch in das Wahlprogramm der FDP aufgenommen worden. Radwege könnten die Attraktivität einer Region wesentlich erhöhen. Bisher gebe es allerdings noch keine direkte Anbindung von Weiden an den beliebten Bockl-Radweg.

Diesen bezeichnete Oliver Mutterer, Bezirkstagskandidat und 2. Bürgermeister des Marktes Floß, als Erfolgsweg mit großer Resonanz in der Bevölkerung und bei den Radlern. Dadurch sei er auch eine Hilfe für die Gastronomie, besonders für die kleinen Dorfwirtschaften. Mutterer erläuterte seine Idee, den Bockl-Radweg von Neustadt über Floß bis Eslarn zu einem Rundweg über Vohenstrauß und Theisseil nach Weiden zu gestalten.

Der Weidener Stadtrat Reinhold Wildenauer, zur Veranstaltung passenderweise mit dem Fahrrad angereist, könnte sich einen Wegverlauf von der Stadt über Almesbach und der Blockhütte zur Kläranlage Theisseil und dem Sparrerwirt Richtung Schammesrieth vorstellen. Allerdings sei ein derzeitiger Fußweg von etwa 250 Meter Länge vor der Blockhütte sehr schmal und ansteigend. Ins Gespräch brachte Wildenauer auch, dass bei einer möglichen, für 2021/22 ins Auge gefassten Verlängerung der Südost-Tangente bis Tröglersricht ein Radweg Weiden – Theisseil in Betracht kommen könnte.

Heribert Schiller, 2. Bürgermeister der Gemeinde Theisseil, berichtete von einem offiziellen Antrag an die Stadt Weiden vor etwa drei Jahren auf Bau eines Radweges, bei dem bereits Fördermöglichkeiten ausgelotet worden waren. Der Plan scheiterte an der Forderung der Unteren Naturschutzbehörde, wegen des Amphibienschutzes eine weitgespannte Brücke über den Almesbach zu errichten mit geschätzten Kosten von 100 000 Euro. Dies lehnte die Stadt als zu aufwendig und zu teuer ab. Die Gemeinde Theisseil unterstütze nach wie vor das Vorhaben, einen geschotterten und gewalzten Radweg zu errichten. Die Katholische Landjugend als Besitzer der Blockhütte würde an der Engstelle ein kleines Stück Land abtreten. Mit Beseitigung von vier bis fünf Bäumen könnte der Weg begradigt und mit einem kurzen Geländer versehen werden. Für eine Fortführung eines Radweges über den Letzauer Weg Richtung Vohenstrauß sah er wegen des Trassenverlaufs durch Privatwaldgrund kaum Erfolgsaussichten.

Die Verantwortlichen der Runde sprachen sich für weitere Gespräche aus. Skutella schlug einen interkommunalen Ausschuss mit einigen Vertretern der Stadt und des Landkreises vor, der die Möglichkeiten einer finanziellen Zusammenarbeit bei diesem Projekt ausloten sollte. Es wäre letztlich eine kleinere Variante des ursprünglich angedachten Rundwegs. Mutterer will über den SPD-Fraktionssprecher und Bürgermeister von Floß, Günther Stich, die regionale Angelegenheit im Kreistag ebenso voranbringen wie Wildenauer im Stadtrat Weiden.

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