16.07.2019 - 15:51 Uhr
TheisseilOberpfalz

Leni Kett gestorben

Ein langes und engagiertes Leben ist friedvoll zu Ende gegangen. Die langjährige Wirtin der „Brunnengaststätte“ Leni Kett, heute „Landgasthof Kett“ verstarb am 13. Juli.

Leni Kett.
von Rita KreuzerProfil

Als drittes von sechs Kindern der Eltern Johann und Anna Lukas erblickte sie vor 85 Jahren das Licht dieser Welt. Schon früh arbeitete sie in der Landwirtschaft ihrer Eltern mit, absolvierte die Handelsschule. Die Arbeit vermehrte sich, als der Vater 1948 verstarb. Nach Wilchenreuth ging sie, denn 1955 heiratete sie Schneidermeister Hans Kett in der St. Ulrichskirche. Schon früh planten beide den Hausbau, 1961 war Einweihung ihres Wohnhauses, beide eröffneten die Gastwirtschaft „Brunnengaststätte“, nahe des Brunnens am heutigen Dorfplatz.

Drei Söhne gehörten mit Hans, Franz und Fredi zur Familie. Heute heißt der Betrieb „Landgasthof Kett“, als Sohn Hans mit seiner Monika den Betrieb 1994 übernahm. Fortan arbeitete die Mama im Wirtshaus mit, bereitete in der Küche die Essensschmankerl mit zu, kümmerte sich um die Gäste, mischte auch die Rommee- und Schafkopfkarten. Ruhiger wurde es, als Ehemann Hans 2008 ihr vorausging. Doch auch da blieb sie noch Gastwirtin mit Leib und Seele, wenn auch nur in der Unterhaltung der Gäste.

Die Geselligkeit pflegte sie leidenschaftlich. Immer öfter sahen die Nachbarn sie im Garten, den sie hegte und vieles anbaute. Erdbeeren, Früchte und Obst waren ihr wichtig, denn diese verwendete sie für ihre handwerklich dekorierten Torten und Kuchen und Marmelade. Damit überraschte sie die Kegelrunden, die Schafkopfer und privaten Gäste zur Kaffeestunde. Noch in der letzten Woche mischte sie die Karten am Stammtisch und besuchte die Kegelrunde in der Max-Reger-Halle.

Die Verbindung mit der Kirche und den zweimalig wöchentlichen Besuch des Gottesdienstes in der St. Ulrichskirche, in der sie getauft, zur Erstkommunion ging und zuletzt die Goldene Hochzeit feierte, sah sie als Pflicht. Nun findet dort auch die Eucharistiefeier am Mittwoch, 17. Juli, um 14.30 Uhr in Wilchenreuth statt.

Um sie trauern nicht nur die Söhne Hans, Franz und Fredi mit den Familien, auch die sieben Enkelkinder Florian, Johannes, Christian, Marina, Franziska, Christina und Stefan und mittlerweile fünf Urenkel verlieren ihre Oma und Uroma. Die Jüngsten waren immer ihr Mittelpunkt in der großen Familie. Sie liebte, wenn die Jugend zu Besuch kam und wenn sie „Kindermädchen“ spielen durfte. Anstelle von Blumen und Kränzen bitten die Hinterbliebenen um eine Spende für die Kath. Kirchenstiftung St. Ulrich in Wilchenreuth. IBAN: De 11 7532 0075 0001 6203 20.

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