26.10.2018 - 10:35 Uhr
TheisseilOberpfalz

Wilchenreuth wird runderneuert

Die Dorferneuerung im Ortsteil Wilchenreuth wird nach dem Willen des Gemeinderates ausgeweitet. Das bedeutet, dass die Straße nach dem evangelischen Gemeindehaus nun voraussichtlich auch vollständig neu ausgebaut wird.

20 Meter lang ist das Straßenstück, dass nach Meinung von Günther Meißner nur durch einen Vollausbau zu sanieren ist. Angeblich rutscht hier der Hang ab.
von Gabi EichlProfil

Die Straße nach dem evangelischen Gemeindehaus wird voraussichtlich auch vollständig neu ausgebaut. Der Ausbau soll nun unter der Federführung der Gemeinde erfolgen, damit die Maßnahme deutlich schneller über die Bühne gehen könne, wie Bürgermeisterin Marianne Rauh in der jüngsten Gemeinderatssitzung erläuterte. Rauh hat am Dienstag ein Gespräch mit dem Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE), Thomas Gollwitzer, und dabei möchte sie eigenem Bekunden zufolge noch einmal für eine höhere Förderung kämpfen.

Heribert Schiller (CSU) brachte den Standort des neuen Feuerwehrhauses in Wilchenreuth zur Sprache; der Kreisbaumeister habe den Kommandaten der Wilchenreuther Wehr kürzlich gebeten, Alternativen zum bisherigen Standort auszuloten. Rauh zeigte sich erstaunt. Der derzeit geplante Standort sei wohl nicht ganz ideal, da etwas außerhalb des Dorfes, aber der Kreisbaumeister habe ihr gegenüber bisher zugesagt, der Planung zuzustimmen, da es offenbar keine anderweitigen passenden Grundstücke gebe.

Günther Meißner (FW) wies auf einen ungefähr 20 Meter langen Abschnitt der Straße hin, die nun saniert werden soll, der seiner Auffassung nach auch nicht durch einen Vollausbau zu sanieren ist. An der von Meißner beschriebenen Stelle rutscht angeblich ein Hang ab. Josef Herrlein (SPD) sprach sich mehrfach dafür aus, diese Stelle zu überprüfen.

Die Bürgermeisterin listete ausführlich die Anmerkungen der überörtlichen Rechnungsprüfung für die Jahre 2014 bis 2016 und die entsprechenden Stellungnahmen der Verwaltung auf. Die Rechnungsprüfer hatten unter anderem bemängelt, dass die Bürgermeisterin in einer Eilentscheidung Kommunaldarlehen verlängert hatte, ohne den Gemeinderat zu beteiligen. Die Verwaltung weist in ihrer Erwiderung darauf hin, dass in diesen Fällen oftmals Eile geboten sei, da die Angebote nur eine zeitlich sehr begrenzte Gültigkeit hätten. Es sei daher vollkommen unpraktikabel, hier jedesmal den Gemeinderat einzuberufen. Beschlossen wurde nun mit einer Gegenstimme (Oswald Lingl, FW), dass der Gemeinderat grundsätzlich mit diesen Anliegen befasst wird, sofern dies im Rahmen der turnusgemäßen Sitzungen möglich ist. Wenn nicht, entscheidet Rauh wie bisher allein.

Die geplante Einziehung des südlichen Teils des bisher öffentlichen Feld- und Waldweges Steinfrankenreuter Weg, Flurnummer 628 (Gemarkung Letzau), die der Gemeinderat ursprünglich wegen der vermeintlich fehlenden öffentlichen Verkehrsbedeutung beabsichtigt hatte, wurde einstimmig zu den Akten gelegt. Denn ein Bauer hat Einspruch gegen die Einziehung eingelegt; für ihn sei der Weg eine unschätzbare Abkürzung zur Bewirtschaftung seiner Felder. Damit hat der Weg weiter verkehrsrechtliche Bedeutung und kann nicht stillgelegt werden.

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