Themenreuth bei Leonberg
31.03.2020 - 12:21 Uhr

Ehemaliger Kreisobmann Max Zintl verstorben

Der ehemalige Kreisobmann Max Zintl hat die Landwirtschaft und die Kommunalpolitik im Landkreis Tirschenreuth geprägt. Der 83-jährige Themenreuther verstarb am Montagmorgen.

Max Zintl ist am Montagmorgen im Alter von 83 Jahren verstorben. Über Jahrzehnte prägte er die Landwirtschaft und die Kommunalpolitik im Landkreis Tirschenreuth an entscheidender Stelle. Ehrenamtliches Engagement für die Bürger standen für ihn stets an oberster Stelle. Archivbild: jr
Max Zintl ist am Montagmorgen im Alter von 83 Jahren verstorben. Über Jahrzehnte prägte er die Landwirtschaft und die Kommunalpolitik im Landkreis Tirschenreuth an entscheidender Stelle. Ehrenamtliches Engagement für die Bürger standen für ihn stets an oberster Stelle.

Der ehemalige Kreisobmann Max Zintl hat die Landwirtschaft und die Kommunalpolitik im Landkreis Tirschenreuth geprägt. Der 83-jährige Themenreuther verstarb am Montagmorgen.

Max Zintl war einer der profiliertesten Landwirte und Kommunalpolitiker des Landkreises. Tragischerweise starb erst am vergangenen Donnerstag auch sein 81-jähriger Bruder Michael. Beide haben sich über Jahrzehnte um die familiäre Landwirtschaft gekümmert.

Max Zintl hinterlässt Ehefrau Josephine, mit der er 54 Jahre verheiratet war, sowie vier Kinder und acht Enkel. In Erinnerung bleibt sein immer freundliches Wesen. Er hatte für seine Menschen immer ein gutes Wort übrig.

35 Jahre war Max Zintl (1967 bis 2002) Ortsobmann des Bauernverbandes, 25 Jahre lang (1977 bis 2002) Kreisobmann und gleichzeitig auch Mitglied im Bezirksvorstand des Bauernverbandes. Zudem stand er 30 Jahre als Vorsitzender dem Milchhof Tirschenreuth vor und 16 Jahre war er Vorsitzender des Zentralverbands Milcherzeuger in Bayern. Der Themenreuther war in Bayerns Landwirtschaft bestens vernetzt, zu seiner aktiven Dienstzeit gehörte er zu den Beratern des jeweiligen bayerischen Landwirtschaftsministers. So war es nicht verwunderlich, dass zu seinen Geburtstagen in Themenreuth Deutschlands und Europas Bauernpräsident Gerd Sonnleitner oder der ehemalige bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller zu Gast waren. Max Zintl arbeitete bis zuletzt im familieneigenen Bauernhof mit und unterstützte seinen Sohn Max junior.

Sein weiteres Hauptaugenmerk galt der Kommunalpolitik. So gehörte er für die CSU 24 Jahre dem Kreistag an. Von 1984 bis 2002 war er Mitglied des Leonberger Gemeinderats und in dieser Zeit auch Zweiter Bürgermeister seiner Heimatgemeinde. Viele Jahre gehörte er zudem dem Vorstand des CSU-Ortsverbandes Leonberg an. Viele Verdienste hat er sich auch um die Feuerwehr in Großensees erworben, dessen langjähriger Kommandant und Vorsitzender er war. Zuletzt war Zintl deren Ehrenvorsitzender. Erst vor wenigen Wochen wurde ihm für jahrzehntelange Treue zur Wehr gedankt. Auch beim Schützenverein hatte es Zintl zwischenzeitlich zum Ehrenmitglied gebracht.

Angesprochen auf diese ehrenamtlichen Tätigkeiten sagte er einmal: "Ich wollte immer das Beste für unsere Bürger herausholen." In seiner Freizeit war der Verstorbene ein begeisterter Jäger. Gemeinsam mit seinem Partner bejagte er die Staatsjagd Rothberg bei Rosall.

Für seine Vielzahl an ehrenamtlichen Tätigkeiten erhielt er 1991 das Bundesverdienstkreuz am Bande und 1995 die Staatsmedaille in Silber. Die Urnenbeisetzung erfolgt im engsten Familienkreis, die kirchliche Trauerfeier ist zu einem späteren Zeitpunkt.

 
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