Deshalb trafen sich heuer die rund 80 Teilnehmer drei Tage lang - vom 18. bis 20. September - im König-Ruprecht-Saal des Landratsamts Amberg-Sulzbach. Wie es sich für eine technisch innovative Tagung gehört, wurden viele Vorträge im Internet "gestreamt", so dass man sich auch aus der Ferne live zu neuesten Trends und Erfahrungen im Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien weiterbilden konnte. Das grandiose Umfeld in der historischen Amberger Innenstadt und das herrliche Spätsommerwetter halfen dabei, die legendäre Theuern-Atmosphäre der EDV-Tage nicht übermäßig zu vermissen.
Drei Themenschwerpunkte wurden behandelt. Am ersten Tag war der Blick auf Depots und Magazine gerichtet. Wie sieht das virtuelle Archivmagazin der Zukunft aus, und wie konzipiert man ein modernes Museumsdepot? Die reale Situation bot sich anschließend eindrucksvoll bei einem Besuch im Staatsarchiv Amberg. Das elektronische Erschließen der Bestände beherrschte Tag zwei. Welche Methoden und Standards gibt es, um Objekte und Archivalien so effizient wie möglich zu erfassen und zu beschreiben? Citizen Science, Normdaten und Mapping sind Ansätze bzw. Techniken, die in der Fachwelt derzeit intensiv diskutiert werden. Die dritte Tagungsrunde war der Präsentation gewidmet. Wie können wertvolle Museumsbestände digital sichtbar gemacht werden? Online-Sammlungen dürften schon bald neue Museumsbesucher anziehen, bei den Münchner Pinakotheken ebenso wie beim kleinen Franz Marc Museum am Kochelsee. Dass auch digitale Medien künftig barrierefrei sein müssen, ist eine weitere Herausforderung.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.