Theuern bei Kümmersbruck
21.09.2018 - 18:42 Uhr

Wasser weiht die Brücke ein

Die Scheren bleiben stecken, das Band heil: Ein Gewitterguss verhindert, dass die Einweihung der Theuerner Vilsbrücke in der geplanten Form über die Bühne gehen kann. Der guten Laune tut das aber keinen Abbruch.

Trotz eines heftigen Gewittergusses lassen sich die Ministrantinnen (links) und Bürgermeister Roland Strehl (rechts) bei der Einweihung der neuen Theuerner Brücke den Spaß nicht verderben. Pfarrerin Birgit Schwalbe-Eberius und Ruhestandsgeistlicher Josef Beer übernehmen den kirchlichen Part. Bild: Wolfgang Steinbacher
Trotz eines heftigen Gewittergusses lassen sich die Ministrantinnen (links) und Bürgermeister Roland Strehl (rechts) bei der Einweihung der neuen Theuerner Brücke den Spaß nicht verderben. Pfarrerin Birgit Schwalbe-Eberius und Ruhestandsgeistlicher Josef Beer übernehmen den kirchlichen Part.

Schließlich ging es hier um die offizielle Indienstnahme eines Bauwerks, das laut Bürgermeister Roland Strehl "das Gesicht Theuerns wesentlich verändert hat", gar zum neuen Wahrzeichen des Ortes wurde und wegen der doch recht langen Bauzeit auch für Aufregung sorgte. Etwas davon spiegelte sich auch in der regen Teilnahme der Bürger wider: Um die 150 Theuerner waren am Freitagnachmittag zur Brücke gekommen, nicht zuletzt wohl angelockt durch die Aussicht auf die spendierten Leberkässemmeln.

Strehl blickte in seiner Rede noch einmal zurück: Spatenstich für die neue Brücke unmittelbar neben der baufälligen alten war im August 2016, Brückenschlag im März 2017. Am 10. November 2017 hatte die fast 60 Jahre alte Brücke, die nur bis 18 Tonnen zugelassen war, endgültig ausgedient. Sie wurde gesperrt, der Verkehr bewegte sich fortan bereits auf der neuen. Die ist 30 Meter lang, 11 Meter breit, 4,4 Meter hoch und kann mit bis zu 40 Tonnen belastet werden. Das 3,3-Millionen-Euro-Projekt war die größte Baustelle der vergangenen Jahre in Kümmersbruck und verbesserte auch den Hochwasserschutz beträchtlich. Strehl dankte den Theuernern für ihre Geduld und ihr Wohlwollen während der Bauphase. Da hatte der Regen bereits kräftig eingesetzt. Pfarrerin Birgit Schwalbe-Eberius und Ruhestandsgeistlicher Josef Beer mussten die kirchliche Segnung schon unter großen Schirmen vornehmen. Als es noch stärker zu schütten begann, verlegte die ganze Gesellschaft ins Zelt. Zurück blieb eine neue Brücke mit der unbeeindruckt ausharrenden Statue eines Brückenheiligen: Der Theuerner Heimatverein hat die Nepomuk-Figur gestiftet, um mit ihr einen eigenen gestalterischen Akzent zu setzen.

Der Brückenheilige harrt auch bei Regen unbeeindruckt aus: Der Theuerner Heimatverein hat die Nepomuk-Figur gestiftet, um mit ihr einen eigenen gestalterischen Akzent zu setzen. Bild: Wolfgang Steinbacher
Der Brückenheilige harrt auch bei Regen unbeeindruckt aus: Der Theuerner Heimatverein hat die Nepomuk-Figur gestiftet, um mit ihr einen eigenen gestalterischen Akzent zu setzen.
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