09.08.2020 - 10:04 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Aktionswoche im Herbst zur Grenzöffnung

Vor 30 Jahren noch verlief der Eiserne Vorhang für Menschen im Landkreis direkt vor der Haustüre. Eine Aktionswoche im Hebst soll auf die positiven Veränderungen seither aufmerksam machen. Dazu wird die Unterstützung der Bürger gebraucht.

Die Initiatoren der Aktionswoche zur Grenzöffnung, von links Christina Ponader, Doris Kick und Christian Walter von der C3 Marketingagentur; zu sehen auf dem Bildschirm Dr. Jennifer Scheffler.
von Externer BeitragProfil

Die Evangelische Jugend im Dekanat Weiden mit ihrer Projektstelle Gedenken und Versöhnung und das Netzwerk Inklusion Tirschenreuth möchten gemeinsam mit Partnern aus Tschechien zum 30. Jubiläum der Grenzöffnung mit einer Aktion im Herbst auf die vielen positiven Entwicklungen aufmerksam machen. Finanziert wird das Projekt unter anderem über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“

Unter dem Motto „Cross-Border-Challenge – Grenzen überwinden - překonávat hranice“ rufen die Organisatorinnen bei einer Aktionswoche Anfang Oktober Menschen auf, möglichst viele grenzüberschreitende Touren zu unternehmen. Dazu entwickelt die Tirschenreuther Marketingagentur C3 eine App.

Bewegung draußen über Grenze hinweg

„Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, E-Bike, Rollstuhl, ganz egal – Hauptsache wir bewegen uns draußen und das auch noch über die Grenze hinweg! Vielleicht auch über manch eigene innere Grenze“, so beschreibt Doris Kick, Dekanatsjugendreferentin der Evang. Jugend die verschiedenen Möglichkeiten an der Aktion teilzunehmen.

Gisela Baur-Pająk, Projektreferentin der evangelischen Jugend für Gedenken und Versöhnung betont, dass das Projekt den europäischen Gedanken stärken und mit der Aktionswoche Begegnungsräume schaffen – virtuell und vor Ort.

In der App sollen unter anderem Routenvorschläge zu finden sein. Dazu werden nun Ideen und Vorschläge gesucht. Wer kennt schöne Touren, die sowohl auf bayerischem als auch auf böhmischem Gebiet verlaufen?

Offen für alle Menschen

„Die Aktion soll offen für alle Menschen sein, unabhängig von Alter, körperlicher Fitness oder Behinderung,“ sagt Christina Ponader, Projektleiterin des Netzwerks Inklusion. Deswegen hoffe man auf Routenvorschläge von unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgrad. „Ganz besonders freuen wir uns natürlich über Touren, die man auch mit Rollstuhl, Handbike oder Kinderwagen bewältigen kann.“ Eingereicht werden können dabei sowohl Karten und genaue Routenbeschreibungen als auch GPX-Dateien.

Außerdem suchen die Organisatorinnen nach Menschen, die ihre Erfahrungen und Erlebnisse rund um den Eisernen Vorhang, die Grenzöffnung und das deutsch-tschechische Zusammenleben in Form von kurzen Videobotschaften teilen wollen. "Bei der technischen Umsetzung unterstützen die Organisatorinnen gerne", heißt es in der Pressemitteilung.

„Die letzten Monate haben uns wieder vor Augen geführt, dass offene Grenzen, Reisefreiheit und europäische Einheit nicht selbstverständlich sind", ergänzt Dr. Jennifer Scheffler, Koordinatorin des Programms „Demokratie leben!“ im Landkreis Tirschenreuth. "Umso mehr freuen wir uns, dieses wichtige Projekt mit fördern zu können.“ Wer gute Routen kennt oder eine Videobotschaft beitragen möchte, kann sich per E-Mail (scheffler[at]ebz-alexandersbad[dot]de) oder Telefon (09631/88220) bei Jennifer Scheffler melden.

Wegen der Corona-Pandemie war die bayerisch-tschechische Grenze dieses Jahr vorübergehend geschlossen

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