Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Tirschenreuth ist im September 2026 gesunken. Laut der Agentur für Arbeit Weiden waren 1649 Menschen arbeitslos gemeldet, 36 Personen weniger als im August. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl jedoch um 87 Personen. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4 Prozent, 0,1 Prozentpunkte unter dem Vormonatsniveau, aber über dem Vorjahreswert von 3,8 Prozent.
Thomas Franz, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Tirschenreuth, erklärt: „Die für September typische Herbstbelebung ist auf dem Arbeitsmarkt im Landkreis Tirschenreuth zwar erkennbar, fällt aber insgesamt verhalten aus. Die wirtschaftliche Zurückhaltung vieler Unternehmen bleibt damit auch auf unserem regionalen Arbeitsmarkt spürbar.“
Jugendarbeitslosigkeit bleibt hoch
Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren ist von August auf September um 40 Personen zurückgegangen. Trotz des saisonalen Rückgangs bleibt die Jugendarbeitslosigkeit auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen liegt bei 4,9 Prozent, deutlich über der allgemeinen Quote im Landkreis. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen um 9 Prozent.
Entwicklung in den Rechtskreisen
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 898 Personen, 29 weniger als im Vormonat. Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 751 Arbeitslose registriert, 7 weniger als im Vormonat. Insgesamt betreuten die Träger der Grundsicherung 46 Prozent aller Arbeitslosen. Positiv entwickelt sich die Zahl der Menschen, die auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen sind: Im Vergleich zum Vorjahr sind sowohl die Zahl der Personen in Bedarfsgemeinschaften als auch die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten zurückgegangen.
Verhaltene Nachfrage nach Arbeitskräften
Vom Stellenmarkt gehen im September keine deutlichen Impulse für eine stärkere Herbstbelebung aus. Der Agentur für Arbeit Tirschenreuth wurden 127 neue Arbeitsstellen gemeldet, 23 weniger als im August. Insgesamt waren 727 offene Arbeitsstellen im Bestand gemeldet, ein Rückgang von 34 gegenüber dem Vorjahr. Thomas Franz betont: „Auch in einem insgesamt schwierigen wirtschaftlichen Umfeld gibt es weiterhin Beschäftigungschancen. Besonders qualifizierte Fachkräfte werden von den Unternehmen gesucht.“
Die meisten freien Stellen gibt es in den Bereichen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Gesundheits- und Sozialwesen sowie in Verkehr und Lagerei.













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