Der Kreisausschuss stimmte der Auslobung in der Sitzung am Montag ohne Diskussion zu. Bis 15. Oktober haben Bewerber nun Zeit, ihr Modell vom Neubau des Schulkomplexes mit Dreifachturnhalle einzureichen. "Die Grundlagen des Wettbewerbs wurden in enger Abstimmung mit der Stadt Kemnath abgesteckt", sagte Simone Schraml-Siebenweiber, Sachgebietsleiterin für kreiseigene Gebäude. Die Kommune will im Zuge des Schulneubaus das Areal städtebaulich neu ordnen. Deshalb sind auch Vorschläge für die Entwicklung im Umfeld des neuen Standortes an der Berndorfer Straße gefragt. Die Kriterien für den Umbau seien in Absprache mit der Schule festgelegt worden, betonte die Sachgebietsleiterin.
Auslober des "Realisierungswettbewerbs mit städtebaulichem Ideenteil" ist der Landkreis Tirschenreuth. Teilnehmen können Architekten, Stadtplaner und Landschaftsarchitekten. Der erste Preis beträgt 81 600 Euro. Der zweite Preisträger erhält 51 000 Euro, der dritte Gewinner 30 600 Euro. Für Anerkennungen steht eine Summe von 40 800 Euro zur Verfügung.
Die Aufgabenpalette für die Teilnehmer ist umfangreich. Es geht nicht nur darum, die neue Schule und Turnhalle mit einer Mensa zu planen und die bestehenden Einrichtungen Hallenbad, Mehrzweckhalle und Parkplätze einzubinden. Das Wettbewerbsgebiet umfasst auch ein Sport- und Freizeitzentrum mit bestehender Schulsportanlage, Blockheizkraftwerk, einem zusätzlichen Fußballplatz und einem neuen Sportheim. Der dritte Bereich betrifft das Wohngebiet, das an das geplante Baugebiet an der Berndorfer Straße angrenzt.
Bereits festgelegt ist der Fahrplan des Wettbewerbs. Das Preisgericht soll am 5./6. November 2019 entscheiden, anschließend werden die eingereichten Arbeiten ausgestellt. Eine erste Besprechung der Jury ist schon im Juli geplant. Wenn alles klappt, könnten die Ausschreibungen 2020 erfolgen und das Großprojekt 2024 abgeschlossen sein. Der Unterricht - derzeit besuchen rund 850 Jugendliche die Kemnather Realschule am Tor zur Oberpfalz - geht bis zum Umzug in den alten Gebäuden weiter.
Eine Stimme als Fachpreisrichter im ausgelobten Wettbewerb haben Kreisbaumeister Klaus Weig, Architekt Dieter Schönberger (Sachgebietsleiter Hochbau, Regierung der Oberpfalz), Landschaftsarchitekt Franz Damm (München) sowie die Architekten Nadja Letzel (Nürnberg), Dietrich Kappler (Hersbruck) und Volker Heid (Fürth). Stellvertretend gehören der Jury die Architekten Christian Kropf und Daniela Keller (Landratsamt Tirschenreuth) an.
Sachpreisrichter sind Landrat Wolfgang Lippert, Kemnaths Bürgermeister Werner Nickl, die Kemnather Stadt- und Kreisrätin Heidrun Schelzke-Deubzer, Kreisrat Uli Roth und Realschulrektor German Helgert. Stellvertretend dabei sind die Kreisräte Toni Dutz, Marco Vollath und Christian Baumann, außerdem stellvertretender Landrat Alfred Scheidler und Konrektor Holger König sowie Peter Pscheidl, der frühere Leiter des Sachgebiets Hochbau am Landratsamt.
Als sachverständige Berater ohne Stimmrecht dabei sind Sachgebietsleiterin Simone Schraml-Siebenweiber vom Landratsamt, Roland Sächerl, bei der Stadt Kemnath für Hochbau zuständiger Amtsleiter, Kristina Marshall vom Wasserwirtschaftsamt Weiden, Silvia Condreanu-Wildenauer vom Landesamt für Denkmalpflege, Henner Wasmuth vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach, Hubert Schmid von der Regierung der Oberpfalz, Benjamin Krick vom Passivhaus-Institut Darmstadt und Michael Brem von der Unteren Naturschutzbehörde. Mit der Betreuung des Wettbewerbs ist das Architekturbüro Oberpriller aus dem Landkreis Landshut beauftragt.













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