15.11.2019 - 11:42 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

ATSV Tirschenreuth nicht wegzudenken

Beim ATSV verteilen sich rund 1300 Mitglieder auf acht Sparten. Die Delegierten berichteten aus ihren Abteilungen und ernteten durchweg Lob für ihr Engagement.

ATSV-Vorsitzender Jürgen Steinhauser bei seinem Bericht.
von Autor HÄProfil

Der wohl größte Verein der Kreisstadt, wenn man alle Mitglieder der acht Sparten zusammenzählt, dürfte der ATSV Tirschenreuth 1892 sein. Das war wohl auch ein Grund, dass neben allen drei Bürgermeistern, Franz Stahl, Peter Gold und Norbert Schuller, auch stellvertretender Landrat Alfred Scheidler, sowie der Sport- und Jugendbeauftragte Huberth Rosner und der BLSV-Kreisvorsitzende Andreas Malzer zugegen waren.

ATSV-Vorsitzender Jürgen Steinhauser gab nach dem Totengedenken seinen Bericht. Leider habe die Schriftführerin Carina Zagler aus persönlichen Gründen ihr Amt zur Verfügung stellen müssen. Bis die vakante Position wieder besetzt wird, übernimmt Stefanie Zeus diese Arbeit. In diesem Zusammenhang wies Steinhauser darauf hin, dass im städtischen Vereinsregister die Daten überprüft bzw. berichtigt werden sollten. Weitere Themen waren das Ehrenamt mit seinen Vergünstigungen, Sportunfälle, Meldung von Neumitgliedern und Datenschutzerklärungen. "Für runde Geburtstage war bisher der Hauptverein zuständig, das machen ab 2020 die Sparten selbst", erklärte der Vorsitzende. Seit einem Jahr hat der Verein auch eine eigene Homepage (www.atsv1892.de), dafür sollte verstärkt Werbung gemacht werden.

Steffi Zeus gab dann den Kassenbericht ab: Nicht nur der Hauptverein habe eine geordnete finanzielle Basis, auch alle Abteilungen sind schuldenfrei und bauten sich teilweise ein gutes finanzielles Polster auf. Die Kassenprüfer bescheinigten der Kassiererin eine tadellose Buchführung. Die beabsichtige Satzungsänderung konnte noch nicht durchgeführt werden, weil das Schriftwerk noch in Bearbeitung ist.

BLSV-Kreisvorsitzender Andreas Malzer referierte unter anderem über die zahlreichen Fördermöglichkeiten des bayerischen Landessportverbands und des Kreisjugendrings. Er betonte, dass der ATSV gut aufgestellt ist und lud zum Kreisjugendtag am 22. November in Konnersreuth ein.

Turnen

In der Sparte Turnen mit 350 Mitgliedern sind derzeit noch die Leichtathleten integriert. Mit sechs ausgebildeten aktiven Übungsleitern und fünf geschulten Übungsleiterassistentinnen bewältigt die Sparte im Jahr über 600 Trainingsstunden. Das Angebot im Turnbereich ist sehr breit gefächert: Angefangen vom Purzelvolk hin bis zu den Erwachsenen. Die Wettkampfgruppe nahm etwa am Gauligawettkampf in Erbendorf, am Kinderturnfest ebenfalls in Erbendorf, den "Top-Ten" in Amberg und bei der Stadtmeisterschaft teil. Ein besonders Highlight war für die Kinder das Mitwirken beim Musical "Die Freude".

Neu in der Abteilung Turnen ist mit Christian Wotruba ein Sportlehrer und Übungsleiter für Leichtathletik. Die Gruppe mit rund 40 Kindern befindet sich im Aufbau und nahm schon mit Erfolg an kleinen Wettkämpfen teil.

Tischtennis

Die Sparte Tischtennis mit ihren 79 Mitgliedern, davon 30 Aktive, konnte für diese Saison wieder eine dritte Mannschaft anmelden. Diese sind mit je einer Mannschaft in der Bezirksklasse A, B und C vertreten. Am Jahresanfang fand wieder das Fritz-Scharnagl-Gedächtnisturnier statt, wie immer verbunden mit den Stadt- bzw. Vereinsmeisterschaften. Andreas Ockl gewann vor Robert Wameser und Christoph Sporrer. Eine Wanderung mit Schlachtschüsselessen und eine Weihnachtsfeier waren die gesellschaftlichen Ereignisse.

Fußball

Die Sparte Fußball hat zahlreiche Mannschaften im Spielbetrieb, im Nachwuchsbereich auch in einer Spielgemeinschaft mit dem FC Tirschenreuth. Momentan besteht ein großer Zulauf für die F- und E-Jugend. Die 1. Mannschaft setzte sich den Aufstieg in die Kreisliga zum Ziel. Es stehen auch einige Investitionen an, so etwa Erneuerungen am Zaun an der Kornbühlstraße und eine Auffrischung des Sandplatzes. Die Geselligkeit kam mit dem Johannisfeuer, der Kirwa, dem Preisschafkopf und den Weihnachtsfeiern nicht zu kurz.

Basketball

In der Abteilung Basketball berichteten die Verantwortlichen von zahlreichen Aktivitäten. Bei den letzten Neuwahlen wurden die Posten des stellvertretenden Abteilungsleiters mit Tobias Hornschuh, des Kassiers mit Michael Dalheim und des Schriftführers mit Alexander Schirmer neu besetzt. 160 Schüler nahmen an einem Basketball-Aktionstag teil. Leider konnte für die Saison 2019/2020 keine Liga-Mannschaft gemeldet werden.

Kickboxen/Ju-Jutsu

Die Sparte Kickboxen/Ju-Jutsu habe derzeit 86 Mitglieder und biete zur Zeit vier Kampfsportarten an: Kickboxen, Ju-Jutsu, Brazilian Ju-Jutsu und Judo. Die Abteilung habe ein sehr großes Trainingangebot und auch sehr erfolgreiche Wettkämpfer. Bei insgesamt 20 Turnieren gab es 18 Mal einen Platz auf dem Siegertreppchen. Es gab mit Mark Nagiba in der U 15 einen Bayerischen Meister. Sein jüngerer Bruder Aljosha wurde in der Klasse U 12 Oberpfalz-Meister. Gut besucht war vor kurzem ein Selbstverteidigungs-Workshop für Frauen.

Tennis

Die Sparte Tennis beginnt das Sportjahr alle Jahre mit dem Dreikönigsturnier, bei der 32. Durchführung waren 52 Spieler am Start, darunter 5 Top100-Spieler. In der Medenrunde war die Abteilung mit 13 Mannschaften vertreten, acht im Erwachsenen- und fünf im Jugendbereich. Bei der Vielzahl von Teams gab es unterschiedliche Leistungen: Meister und Aufsteiger bis zum Tabellenletzten und Absteiger. An der Stadtmeisterschaft beteiligten sich 47 Spieler in acht verschiedenen Altersgruppen. Der Jürgen-Roth-Pokal bildete den Abschluss der Saison.

Reiten

Die Ereignisse in der Sparte Reiten trug die neugewählte Vorsitzende Sandra Dietl vor. Die Abteilung hat derzeit 431 Mitglieder. Auf den Anlagen im Büttelloch stehen aktuell 46 Pferde, davon gehören 10 dem Verein. Zwei ausgebildete C-Trainer bieten qualifizierten Reitunterricht an. Jeden Samstag findet das Voltigieren statt, aufgeteilt in die drei Gruppen Zwerge, Bambinis und Turniergruppe. Zusätzlich wird auch Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd angeboten. Wegen der personellen Umstrukturierung fand heuer kein Turnier statt. An erfolgreichen Veranstaltungen gab es etwa das Ferienprogramm mit 60 Kindern und einen Tag der offenen Tür mit Show-Programm.

ATSV nicht wegzudenken

Bei den Grußworten meinte Bürgermeister Franz Stahl, dass der ATSV schon wegen seiner Größe und Vielfalt aus der Stadt nicht mehr wegzudenken ist. Besonders lobte er das Ehrenamt. Alfred Scheidler bezeichnete die Jugendarbeit beim ATSV als besonders lobenswert. Kinder würden Verantwortung übernehmen und auch lernen, mit Niederlagen umzugehen. Huberth Rosner nahm zum riesigen Sport-Angebot im ATSV Stellung. Auch er lobte die Jugendarbeit, die ihm sehr wichtig ist.

Bürgermeister Franz Stahl bei seinem Grußwort.
Huberth Rosner bei seinem Grußwort.
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