Wenn der Landrat persönlich einen Bauantrag, der eingereicht wird, entgegennimmt, dann muss es sich schon um ein besonderes Projekt handeln. Das war in diesen Tagen der Fall. Technikleiter Bastian Pausewang von der Kliniken Nordoberpfalz AG reichte im Landratsamt Tirschenreuth die Unterlagen für den Umbau des Tirschenreuther Krankenhauses ein.
Durch die baulichen Maßnahmen soll das Krankenhaus an die neuen Gegebenheiten angepasst werden. Wie aus einer Pressemitteilung, die das Landratsamt am Montag verschickt hat, hervorgeht, sind die ursprünglichen Pläne noch einmal geändert worden. „Verändert wurden die Umbaupläne dahingehend, dass nun im ersten und zweiten Stockwerk sowohl der West- als auch der Ostflügel umgebaut und auch in den oberen Stockwerken Praxen saniert werden“, berichtet Landratsamt-Pressesprecher Walter Brucker.
Künftig Zentrum für Altersmedizin
Seit April ist das Tirschenreuther Krankenhaus ein internistisches Fachkrankenhaus und ein Zentrum für Altersmedizin. Die Abteilungen für Gynäkologie, Geburtshilfe und Chirurgie wurden nach Weiden verlagert. Auch die Notaufnahme wurde geschlossen. Stattdessen gibt es eine Notfallambulanz, die werktags und an Wochenenden geöffnet ist. Außerdem soll die Geriatrie der Kliniken Nordoberpfalz, die derzeit noch im Haus Erbendorf angesiedelt ist, nach Tirschenreuth verlegt werden. Diesen Umstrukturierungen soll der Umbau Rechnung tragen.
„Der Standort Tirschenreuth soll zum ambulant-stationären Versorger weiterentwickelt werden“, bringt das Landratsamt in der Mitteilung die geplanten Veränderungen auf einen Nenner. Auch der zunehmenden Bedeutung des ambulanten Operierens werde dabei Rechnung getragen.
„Durch die Anpassung der Pläne wird sich auch die Umbauphase verlängern. Es bleibt dadurch Raum, weitere Praxen oder Versorgungseinrichtungen zu platzieren. Hier gibt es bereits einige Gespräche und Interessenten. Für den Umbau wurden vom Freistaat nun auch Fördermittel in Aussicht gestellt, dazu laufen derzeit die Abstimmungen“, wird KNO-Technikleiter Pausewang in der Mitteilung zitiert.
Landratsamt ist am Zug
Landrat Grillmeier bedankte sich laut Mitteilung, dass der Wunsch des Landkreises, nicht nur den Ostflügel zu sanieren, sondern auch den Westflügel brandschutztechnisch und energetisch zu ertüchtigen, aufgenommen worden ist. Ziel sei es, den gesamten Gesundheitsstandort Krankenhaus Tirschenreuth weiter zu entwickeln und auf die Vorgaben des neuen Krankenhaus-Versorgungs-VerbesserungsGesetzes auszurichten.
Jetzt ist erst einmal das Landratsamt am Zug. „Die Baupläne werden nun geprüft und weiter abgestimmt“, so Brucker. Wie lange dies dauern werde, sei schwer zu sagen. Das komme darauf an, wie vollständig die Unterlagen seien.
Die Baumaßnahme soll nach seinen Angaben bei vollem Krankenhausbetrieb umgesetzt werden. Das Konzept sehe keine zeitweise Schließung von Abteilungen vor, weiß Brucker. Stattdessen seien zahlreiche Umzüge von Abteilungen, auch in andere Stockwerke, geplant, um den Betrieb voll aufrecht zu erhalten.
Mit Baustellen hat man am Tirschenreuther Krankenhaus mittlerweile Erfahrung. Von 2017 an war das Haus jahrelang Baustelle, weil die Klinik erweitert und modernisiert wurde. Die damalige Maßnahme, bei der die mittlerweile geschlossene Notaufnahme ein Schwerpunkt war, hatte man bei der Grundsteinlegung 2017 mit etwa 26 Millionen Euro veranschlagt. Wie viel der neuerliche Umbau kosten soll, war am Montag nicht in Erfahrung zu bringen, weil die betreffenden Mitarbeiter bereits in Weihnachtsurlaub waren.
2025 kein Umzug der Geriatrie
Starten soll der Umbau „auf jeden Fall im nächsten Jahr“ (Brucker). Er rechnet damit, dass sich die Arbeiten bis weit bis in das Jahr 2026 hinziehen.
Sicher ist, dass sich durch die Verzögerungen der Umzug der Geriatrie von Erbendorf nach Tirschenreuth weiter nach hinten verschieben wird. Ursprünglich sollte der Umzug Mitte nächsten Jahres stattfinden. Im Landratsamt geht man mittlerweile davon aus, dass die geriatrische Rehabilitation frühestens Ende 2026 nach Tirschenreuth verlegt werden kann.





















Da langst dir ans Hirn, wie die das Geld verschwenden. Noch 3 neue OP Säle bauen und ein paar Jahre später wird zugespesperrt.
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