Tirschenreuth
18.11.2018 - 17:10 Uhr

Botschafter für die Heimat

Wo sind im Landkreis unternehmerisch denkende Menschen? Das Projekt "Heimat-Unternehmen" versucht diese Leute aufzuspüren und zu unterstützen. Die Verantwortlichen ziehen im Kreistag eine Zwischenbilanz.

Willi Perzl bekennt: "Tirschenreuth ist mein Landkreis." Bild: stg
Willi Perzl bekennt: "Tirschenreuth ist mein Landkreis."

"Das Projekt ist ein wichtiger Mosaikstein für die Entwicklung des Landkreises", erklärte Landrat Wolfgang Lippert. Koordinator Alfred Wolf sei genau der richtige Mann dafür, da er über gigantische Netzwerke verfüge. Die Förderung seiner Stelle finanziere zu 90 Prozent das Amt für ländliche Entwicklung (ALE) und zu 10 Prozent der Landkreis. "Es ist wichtig, zu sehen, dass hervorragend gearbeitet wird."

"Innerhalb eines Jahres ist aus den Heimat-Unternehmern eine positive Bewegung geworden", stellte Wolf fest. Er präsentierte einige der jungen Leute, wie beispielsweise Zauberer Marco Knott, der das alte Bärnauer Kino zum Zauberkabinett umbauen will. Der Landkreis sei Vorreiter in Bayern. Wolf und sein Team würden versuchen, Entwicklungen von oben nach unten anzustoßen. Besonders stolz sei er, dass Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber die "Heimat-Unternehmer" zu Chefsache erklärt habe. Durch die mittlerweile bayernweite Initiative würde ein neuer Weg in der ländlichen Entwicklung eingeschlagen. Dieser beinhalte den Grundsatz, dass "hinter jedem Projekt ein unternehmerischer Mensch steckt". Ein weiteres Ziel sei, junge Leute in die Heimat zurückzuholen.

Stolz sei er darauf, dass Willi Perzl, früherer stellvertretender Behördenleiter und Abteilungsleiter am ALE, weiterhin als Ansprechpartner mit im Boot sei. Zudem sei Projektassistentin Ida Petioká eine große Hilfe. Sie habe auch den grenzüberschreitenden Blick.

Perzl bekannte, dass ihm die Region ans Herz gewachsen ist. "Tirschenreuth ist mein Landkreis." Daher engagiere er sich trotz Ruhestands auch noch weiter. Er machte deutlich: "Wir laufen den Leuten nicht hinterher. Viele kommen auch von selber auf uns zu." Wichtig sei, dass Heimat-Unternehmer sich nicht von Rückschlägen entmutigen lassen. Zudem müssten sie Strahlkraft nach außen haben. Schließlich seien sie Botschafter. Die Oberpfalz entwickle sich prächtig und dabei würden noch zwei Landkreise herausstechen: Cham und Tirschenreuth.

"Wir identifizieren aber nicht nur einzelne Heimat-Unternehmer, sondern auch komplexe Projekte", führte Perzl weiter aus. Als Beispiele nannte er "Via Carolina - Goldene Straße", die naturnahe Freizeitdestination Silberhütte oder die Kulturregion Tirschenreuth (KuRTI). "Letztendlich geht es darum, wie wir von der Idee zum Projekt kommen. Und dabei helfen wir", fasste Wolf zusammen.

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