Tirschenreuth
23.02.2025 - 19:36 Uhr
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Briefwahl lag im Landkreis Tirschenreuth wieder voll im Trend

Die Wahlhelfer in den Briefwahllokalen kamen beim Auszählen teilweise ganz schön ins Schwitzen. Im Landkreis Tirschenreuth gaben diesmal teilweise mehr als 50 Prozent der Wahlberechtigten auf diese Weise ihre Stimme ab.

Fasching hin, Fasching her: Trotz des Termins in der Endphase der närrischen Zeit machten die Bürger im Stiftland bei der Bundestagswahl eifrig von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Fortgesetzt hat sich der Trend zur Briefwahl. Viele Wähler hatten bereits vorher ihre Stimme abgegeben. Trotzdem war die Wahlbeteiligung vielerorts so hoch, dass es manchmal kleine Schlangen an den Wahlurnen gab. Wahlvorstand Stefan Müller und seine Kollegin Marina Koch berichteten in Waldershof zum Beispiel, dass es zur Öffnung des Wahllokals gleich um 8 Uhr im neuen Schulzentrum eine Warteschlange gegeben habe. "Viele wollten unbedingt die Ersten sein, die ihre Stimmen abgeben", mutmaßten die beiden Wahlhelfer. Hunderte Wahlhelfer im Einsatz Hunderte von Wahlhelfern waren in den 26 Städten und Gemeinden im Landkreis Tirschenreuth im Einsatz. Allein in Waldershof waren 50 Wahlhelfer nötig, um die jeweils vier Urnenwahllokale und Briefwahllokale abzudecken. Wie in vielen anderen Orten auch kamen dort die meisten Wähler vor oder nach den Sonntagsgottesdiensten. Die überwiegende Mehrheit, fast 50 Prozent, machte von der Möglichkeit Briefwahl Gebrauch. Das Besondere in Waldershof war, dass in einem Wahllokal zusätzlich eine repräsentative Wahlstatistik für die Bundeswahlleitung zu führen war. Dort wurden die Wahlscheine je nach Geschlecht und Alter ausgegeben. Deutschlandweit gibt es 92 000 Wahlbezirke, die Ergebnisse dazu liefern. In der Gemeinde Kastl war am Sonntag die Forschungsgruppe Wahlen vertreten, die Fakten und Ergebnisse für die ZDF-Prognose und -Hochrechnung einholte. Wolfgang Lohse aus Bischofsgrün und Hubert Wittmann aus Weiden erledigten dies als Korrespondenten der Forschungsgruppe. Wer mitmachte, musste acht Fragen beantworten. Die Korrespondenten wollten wissen, wer die Erst- und welche Partei die Zweitstimme erhalten hatte. Außerdem wurden das Geschlecht, das Alter, der Beruf, eine mögliche Gewerkschaftsmitgliedschaft und das Wahlverhalten bei der letzten Bundestagswahl 2021 abgefragt. Das Ganze natürlich anonym. Wer den Fragebogen beantwortet hatte, warf den Zettel in einen Karton, der in regelmäßigen Abständen geleert wurde. Das Ergebnis wurde dann an die Forschungsgruppe übermittelt. Der Kastler Wahlvorstand Walter Zimmermann wurde von 24 Wahlhelfern unterstützt. In Kastl, so Zimmermann, hätten rund 45 Prozent aller Wahlberechtigten von der Briefwahl Gebrauch gemacht. "Ich gehe davon aus, dass wir so gegen 19 Uhr unser Wahlergebnis in Kastl haben", sagte Zimmermann. Ein ruhiger Wahlsonntag In Konnersreuth, so berichtete Geschäftsleiter Markus Troesch, gab es ebenfalls 24 Wahlhelfer in je zwei Urnen- und Briefwahllokalen. "Wir haben eine hohe Briefwahlbeteiligung, rund die Hälfte hat die Stimmen bereits vorher abgegeben", sagte Troesch. Ähnlich war die Situation in Mitterteich, wo bereits am Freitagmittag über 50 Prozent der Wähler ihre Stimmen per Brief abgegeben hatten. Laut Wahlleiterin Luisa Kamm gab es in Mitterteich je sechs Urnen- und Briefwahllokale, 72 Wahlhelfer waren im Einsatz. Auch in Waldsassen hatte knapp die Hälfte aller Wähler schon vorher ihre Stimme per Briefwahl abgegeben, wie Sophia Konrad auf Nachfrage verriet. Dort waren insgesamt 73 Wahlhelfer im Einsatz, die der Wahlzentrale im Rathaus zuarbeiteten. Alles in allem ein ruhiger Wahlsonntag im Landkreis.

Hintergrund:

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  • Kommunalwahl findet alle sechs Jahre statt. Nächster Wahltermin im Frühjahr 2026
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  • Bezirkstagswahl: Wahlperiode fünf Jahre, finden in Bayern immer mit den Landtagswahlen statt. Nächste Wahl 2028.
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