26.05.2019 - 22:17 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

CSU verteidigt im Landkreis Tirschenreuth absolute Mehrheit

Der Christian-Doleschal-Effekt war bei der Europawahl deutlich spürbar. Das beste Ergebnis gab es mit 66,67 Prozent in Brand - dem Heimatort von Christian Doleschal.

Die Auszählung der Wahlergebnisse der Europa-Wahl 2019 im Landratsamt in Tirschenreuth.
von Wolfgang Benkhardt Kontakt Profil

Zwar verlor die CSU gegenüber der Europawahl vor fünf Jahren einige Prozent. Aber sie ist wieder klarer Wahlsieger im Landkreis. Insgesamt kam die CSU auf 18 086 gültige Stimmen. Das ist ein Anteil von 52,3 Prozent. Herbe Verluste musste die SPD auch im Landkreis Tirschenreuth einnehmen. Sie ist hier zwar weiter zweitstärkste Partei, rutschte aber unter die Zehn-Prozent-Marke. Ein Gewinner der Wahl sind auch im Landkreis Tirschenreuth die Grünen. Sie legten auf 9,3 Prozent zu. Auch die Freien Wähler konnten ihr Ergebnis verbessern.

Die CSU ist in allen 26 Gemeinden bei dieser Wahl wieder klar die bestimmende Kraft. In 20 Kommunen knackte die CSU am Sonntag im Landkreis wieder die 50-Prozent-Marke. Die besten Resultate fuhren die Christsozialen in Brand (66,7 Prozent), Falkenberg (65,18) und Ebnath (62,18) ein. Am schlechtesten war die CSU in Reuth (41,07), Krummennaab (42,84) und Friedenfels (45,83).

Keine andere Partei beziehungsweise Gruppierung schaffte es über 10 Prozent im Landkreis Tirschenreuth. Die SPD kam auf 3368 Stimmen oder 9,7 Prozent der zweistelligen Zahl noch am nächsten. In elf Gemeinden reichte es für die SPD noch zu zweistelligen Ergebnissen. Bei der letzten Europawahl 2014 waren die Genossen noch in 24 Gemeinden zweistellig unterwegs. Ihr Spitzenresultat fuhren die Sozialdemokraten diesmal in Fuchsmühl mit 20,29 Prozent ein. Ihren Tiefpunkt haben die "Sozis" in Leonberg. Dort setzten nur noch 3,66 Prozent der Wähler ihr Kreuzchen bei der SPD.

Auf Platz drei rangieren im Landkreis die Grünen mit 3206 Stimmen. Das sind 9,3 Prozent. Die Hochburg der Grünen war Kemnath mit 11,67 Prozent. Am schlechtesten schnitt die Partei in Ebnath ab, wo nur 5,04 ihr Prozent bei den Grünen machten.

Die AfD kam im Landkreis auf 8,4 Prozent. In fünf Gemeinden war das Ergebnis der rechten Gruppierung zweistellig: in Immenreuth (12,68), Friedenfels (11,78), Leonberg (11,37), Krummennaab (10,95) und Kulmain (10,20). Am wenigsten Wähler hat die AfD in Falkenberg (3,29).

Die FDP hatte ihr bestes Ergebnis in Neusorg mit 3,22 Prozent der Stimmen. Am schlechtesten war sie in Brand. Dort gab es kein einziges Kreuzchen für die Liberalen.

Die Freien Wähler gingen mit 8,2 Prozent im Landkreis durchs Ziel. Acht mal war es für die Freien zweistellig. Ihre Hochburg waren Kastl mit 18,50 Prozent. Das schlechteste Ergebnis setzte es in Pechbrunn mit 4,30 Prozent.

In 13 Städten und Gemeinden lag die Wahlbeteiligung diesmal über 60 Prozent. Am fleißigsten gingen die Friedenfelser zur Urne. 699 von 1028 Wahlberechtigten gaben dort ihre Stimme ab. Das waren 68 Prozent der Stimmberechtigten. Am schlechtesten war die Wahlbeteiligung in Immenreuth (54,03).

Das erste Ergebnis traf übrigens schon nach 13 Minuten im Landratsamt ein. Es stammte von den Wahlhelfern im Feuerwehrhaus Lengenfeld. Die Tirschenreuther sorgten auch für den Schlusspunkt. Das letzte Resultat kam um 19.42 von einem Tirschenreuther Briefwahllokal.

Als dieses letzte Ergebnis eintraf, gratulierten CSU-Kreisvorsitzender Tobias Reiß, CSU-Landratskandidat Roland Grillmeier und Tirschenreuths Bürgermeister Franz Stahl gerade via Smartphone ihrem Kandidaten Doleschal in München und übermittelten die Ergebnisse. "Das ist ein gutes und starkes Signal aus der Heimat", freute sich der Brander und bedankte sich postwendend für die großartige Unterstützung aus dem Landkreis Tirschenreuth, allen voran durch CSU-Kreisvorsitzenden Tobias Reiß und -Landratskandidat Roland Grillmeier.

Die Europawahl-Ergebnisse aus Tirschenreuth.

Bildergalerie zur Auszählung im Landratsamt Tirschenreuth:

Hier alle Ergebnisse aus der Oberpfalz:

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