450 Gäste feierte im Fischhofpark in Tirschenreuth eine stilvolle, elegante Premiere: das „Dîner en blanc“. „Ich habe meine 25 Jahre alten Brautschuhe an, weil ich keine weißen Schuhe hatte“, erzählte Renate Bauer-Zölch lachend auf dem Weg zum Park, bestückt mit einem Bollerwagen voller Essen. Bauer-Zölch war nicht die Einzige: Wie sie hatten sich nahezu alle Gäste ganz in Weiß gekleidet und dabei auch auf eine gewisse Eleganz geachtet, um beim erstmals im Fischhofpark veranstalteten „Dîner en blanc“ eine gute Figur zu machen. Das aus Frankreich stammende „Dîner en blanc“ ist ursprünglich ein Picknick unter freiem Himmel, bei dem die Teilnehmer ganz in Weiß erscheinen und Speisen sowie Getränke selbst mitbringen.
Zauberhaft und liebevoll gestaltet war das gesamte Ambiente mit weißen Tischdecken, Rosenbögen und einer weiß dekorierten Fotobox mit Sitzbank. Selbst die mitgebrachten Sonnenschirme als Schutz vor der Hitze waren weiß. Mit einem derartigen Andrang hatten die Veranstalter nicht gerechnet. Als die Premiere des „Dîner en blanc“ im Fischhofpark begann, strömten zahlreiche stilvoll gekleidete Frauen und Männer auf das Wiesengelände, wo die Tische mit Blick auf die Fischhofbrücke aufgebaut waren.
Mirko Streich, Hauptorganisator des Tirschenreuther Kultursommers, erklärte, dass die Veranstaltung nicht über den Förderverein Fischhofpark organisiert wurde. Vielmehr hatten Tirschenreuther Frauen unter der Federführung von Monika Wimmer und Ulrike Meier das „Dîner en blanc“ ins Leben gerufen und organisiert. Die Idee der beiden Veranstalterinnen wurde belohnt: Das „Dîner en blanc“ entwickelte sich auf Anhieb zu einer Erfolgsgeschichte. Freundesgruppen, Vereine, Paare, Einzelpersonen, Seniorinnen und Senioren sowie Familien hatten Plätze oder ganze Tische gebucht.
Zum Essen gab es alles, was das Herz begehrt. Die Gäste hatten Häppchen, ganze Buffets, Wurstbrote und verschiedenste Salatvariationen mitgebracht. Frankreich-Kenner Peter Gold hatte selbstverständlich einen aus Frankreich mitgebrachten Weißwein im Gepäck. Für die passende musikalische Umrahmung sorgten die Sängerinnen Luisa Zeitler und Annabelle Lang mit Livemusik.
Bis in die Abenddämmerung hinein wurde das besondere Event gefeiert. Einige Gäste hatten sogar Kerzen oder Lichterketten mitgebracht, um den Abend möglichst lange genießen zu können. Veranstalterin Monika Wimmer versprach lachend, dass es im kommenden Jahr eine Wiederholung geben solle – vorausgesetzt, alle räumen ihre Sachen wieder ordentlich auf und einige helfen auch beim Abbau der Tische.













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