26.05.2019 - 22:22 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Doleschal-Effekt und Fehler-Suche bei SPD

Stellungnahme von CSU-Kreisvorsitzenden Tobias Reiß und SPD-Kreisvositzender Brigitte Scharf zum Ergebnis ihrer Parteien bei der Europawahl 2019.

CSU-Kreisvorsitzender Tobias Reiß, CSU-Landratskandidat Roland Grillmeier und Bürgermeister Franz Stahl gratulieren Christian Doleschal übers Telefon zu seinem Einzug ins Europa-Parlament.
von Lena Schulze Kontakt Profil

CSU-Kreisvorsitzender Tobias Reiß freut sich über das Ergebnis seiner Partei bei der Europawahl. Die CSU hängt mit 52,3 Prozent alle anderen Parteien ab. Besonders gratuliert er Christian Doleschal zum Einzug ins Europäische Parlament. "Er ist engagiert und präsent und vor allem vor Ort verwurzelt. Dies zeige sich auch in der Wahlbeteiligung", sagt Reiß. Er sprach von einem Doleschal-Effekt. "Die Wähler haben die Chance gesehen, jemanden aus dem Tirschenreuther Landkreis nach Brüssel zu schicken und sie genutzt."

Mit dem Wahlergebnis der CSU von ist er "sehr sehr zufrieden". "Die Ergebnisse liegen über den Erwartungen. Es ist uns gelungen zu mobilisieren." Die 52,3 Prozent für die CSU seien ein schönes Zwischenergebnis nach den Landtagswahlen, vor den Kommunalwahlen. Jetzt gelte es, diesen Schub nicht zu verlieren. Begeistert ist der CSU-Kreisvorsitzende auch von der Wahlbeteiligung, die gegenüber der vergangenen Europawahl 2014 um ein Drittel auf 58,8 Prozent gestiegen ist.

"Unsere große Stärke ist, dass wir zusammenstehen", bekennt CSU-Landtagskandidat Roland Grillmeier. Mit Doleschal im Europäischen Parlament mache man nun "Politik aus einem Guss": "Die Interessen aus unserer Grenzregion werden nicht nur in München und im Bund, sondern jetzt auch in Europa gehört." Dies werde sich für die Region auszahlen.

SPD-Kreisvorsitzende Brigitte Scharf verfolgte die Wahl zu Hause. "Ich ärgere mich über meine Partei. Dass wir so eine Watschn' bekommen haben." Sie hätte sich zumindest ein zweistelliges Wahlergebnis gewünscht. Tatsächlich schafft es die SPD nur auf 9,7 Prozent. "Wir haben miserabel abgeschnitten, das kann ich nicht leugnen. Ich frage mich ernsthaft, woran das liegt", grübelte Scharf am Abend. Der größte Schrecken der SPD-Kreisvorsitzenden war allerdings, dass die AfD in manchen Orten an zweiter Stelle steht. "Das hat mich wirklich erschrocken. Für mich ist das keine Alternative."

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