07.09.2021 - 13:27 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Einmal untergetaucht für die Go-Church-Taufe im Freibad Tirschenreuth

Angelika Würner und Kerstin Gerber haben vor Pastor Gerhard Röttger und Glaubensfreundin Susi Bittner ihr Go-Church-Taufgelübde abgelegt. Das passierte im Nichtschwimmerbecken des Freibads.

von Ulla Britta BaumerProfil

Die Veranstaltung lief unter dem Namen "Start-Up-Gottesdienst mit Taufe". Abgehalten wurde die ungewöhnliche Aktion im Vereinsheim des FC Tirschenreuth und im nahegelegenen Freibad: Angelika Würner aus Themenreuth und Kerstin Gerber aus Plößberg waren bei diesem Gottesdienst mit Anhängern der "Go Church"-Bewegung die Hauptpersonen. Beide Frauen haben sich dazu entschlossen, ihre Zuneigung zu dieser freikirchlichen Gemeinschaft mit einer Taufe zu festigen.

Kurz vor Mittag zogen die Gottesdienst-Besucher mit den beiden Täuflingen und Gerhard Röttger aus Schwarzenbach am Wald gemeinsam ins Freibad ein. Gut 70 Freunde und Mitglieder nahmen teil. Vorher mussten sie allerdings eine kleine Wartezeit in Kauf nehmen. An der Kasse wurden wegen der Corona-Auflagen die Namen der Teilnehmer registriert, was aber den Festakt nicht störte.

Zu dieser Erwachsenentaufe bot sich das Nichtschwimmer-Becken an, da es mit Treppen begehbar ist. Als der Pastor ins Wasser stieg und die Täuflinge bat, ihm zu folgen, zückten nahezu sämtliche Gäste Handys und Kameras. Angelika Würner und Kerstin Gerber folgten dem Geistlichen, komplett gekleidet in Weiß, ins hüfthohe Wasser, wo dieser beide zuerst fragte, ob sie die Taufe empfangen wollen.

Kerstin Gerber machte den Anfang. Zur Seite stand dem Pastor Susi Bittner aus Wildenau, die mit beiden Frauen gut befreundet ist und deshalb die Taufe mit vollziehen durfte. Nach der Verlesung eines individuellen Taufspruchs tauchten Röttger und Bittner die Täuflinge kurz unters Wasser. Unter viel Applaus der Gäste wurden sie wieder herausgehoben. Herzliche Umarmungen und Glückwünsche folgten. Danach zog die Gemeinde zurück ins FC-Heim, wo die Frauen im Gottesdienst das Taufversprechen ablegten und eine Urkunde ausgehändigt bekamen.

Angelika Würner, 53 Jahre alt und ehemalige Kreisgeschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt, erklärte gegenüber Oberpfalz-Medien, warum sie sich zu dieser Taufe durch die Freikirche entschlossen hat. Sie sei ein Leben lang gläubige Christin und in zwei Glaubensgemeinschaften aufgewachsen, evangelisch und katholisch. Bei einer Veranstaltung von "Go Church" sei ihr Interesse geweckt worden. Die Entscheidung, sich taufen zu lassen, habe sie nicht von heute auf morgen gefällt, sondern lange überlegt: "Der Prozess hat im Grunde fünf Jahre gedauert", so Angelika Würner. Sie fühle sich in der Gemeinschaft "Go Church" gut aufgehoben und nie alleingelassen.

Susi Bittner aus Wildenau unterstützt die freikirchliche "Go Church"-Bewegung

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