20.10.2021 - 15:44 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Erfolgreicher Neustart der VHS-Studienreisen nach 16 Monaten Corona-Pause

Eine rund 220 Meter lange Brücke verbindet Ischia Ponte mit dem Castello Aragonese, dessen imposante Erscheinung die Teilnehmer der VHS-Studienreise “Kultur und Genuss-Wandern” als Kulisse für ein Gruppenfoto nutzten.
von Berthold Zeitler Kontakt Profil

Sie ist seit vielen Jahren ein ebenso fester wie erfolgreicher Teil des VHS-Programms und war heuer doch so etwas wie eine Premiere: Unter dem Titel “Kultur und Genuss-Wandern” gingen erstmals seit Beginn der Pandemie – und damit 16 Monate später als eigentlich geplant – wieder 38 Teilnehmer auf eine Studienreise mit der VHS Tirschenreuth. Und die führte unter der bewährten Leitung von Anne Zeitler auf Ischia.

Die größte der drei Inseln im Golf von Neapel galt ja schon den Griechen und Römern als lohnenswertes Ziel, wussten sie doch die heilende Wirkung der Thermalquellen und Fumarolen bei allen möglichen Zipperlein zu schätzen. Auch die Besucher aus dem Landkreis nutzten immer wieder die Gelegenheit zu einem kurzen Bad im warmen Wasser des Vier-Sterne-Hotels “Floridiana Terme” in Ischia Porto.

Vor rund 80 000 Jahren nach einem Vulkanausbruch entstanden, ist Ischia anders als das von schwarzer Lava geprägte Lanzarote eine immergrüne Insel mit teils üppiger Natur und bietet spektakuläre Kulissen für die internationale Filmwelt. Kinohits wie beispielsweise “Avanti, Avanti” mit Jack Lemmon, “Cleopatra’” mit Liz Taylor und Richard Burton oder “Der talentierte Mr. Ripley” haben es zu Weltruhm gebracht.

Über längst erloschene Krater, durch mächtige Pinien- und Steineichenwälder, durch Schluchten und entlang der Steilküste wanderten die Oberpfälzer, entdeckten versteckte Bergdörfer und idyllische Landschaften, ließen sich ischitanisches Essen und gute Weine in typischen Familien-Restaurants schmecken. Dabei boten sich immer wieder traumhafte Ausblicke bis hinüber nach Capri und zum Vesuv.

Das ebenso aufmerksame wie kenntnisreiche Team von “Ischia Wandern” zeigte den Reisenden aus dem Landkreis das malerische Fischerdorf Sant’Angelo, das die Einheimischen jetzt Sant’Angela nennen, nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel dort Stammgast ist. Der vom Komponisten William Walton und seiner argentinischen Frau Susana angelegte botanische Garten “La Mortella” mit seiner reichen Skala von tropischen und subtropischen Pflanzen aus aller Welt gehörte ebenso zum Ziel wie das Wahrzeichen der Insel, das Castello Aragonese, in dessen Mauern sich in den vergangenen Jahrhunderten Könige, Helden, Dichter und Bischöfe aufhielten. Bis zu 2000 Familien suchten hier manchmal vor Piraten Schutz.

Warum das verschlafene Procida mit seinem malerischen Fischerhafen “Corricella”, nächstes Jahr die Kulturstadt Italiens, immer noch so etwas wie ein Geheimtipp ist, zeigte ein Ausflug auf die Schwester-Insel. Eine Stadtrundfahrt durch das quirlige Neapel, dessen historisches Zentrum zum Unesco-Welterbe gehört, rundete die Reise ab und brachte gleichzeitig ein Déjà-vu mit der deutschen Kanzlerin. Im Café Gambrinus wird in einer Vitrine die Kaffeetasse in Ehren gehalten, aus der Angela Merkel bei ihrem Besuch im April 2014 getrunken hat.

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