06.09.2018 - 18:34 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Auch für Gemeinden Hausaufgaben

Leitender Schulamtsdirektor Rudolf Kunz und Schulrätin Martina Puff sehen sich für den Schulstart gut gerüstet. 3308 Kinder werden im Schulamtsbezirk an den Grund- und Mittelschulen in 160 Klassen unterrichtet.

Sehen dem Schulstart am kommenden Dienstag zuversichtlich entgegen: Leitender Schulamtsdirektor Rudolf Kunz und Schulrätin Martina Puff. 552 Abc-Schützen werden am Dienstag neu eingeschult.
von Josef RosnerProfil

552 Schulanfänger kommen als Erstklässler in die Schule. Damit ist die Zahl der Abc-Schützen wieder etwas zurückgegangen, aber nur geringfügig. "Im vergangenen Jahr waren es 14 Schulanfänger mehr", wissen Leitender Schulamtsdirektor Kunz und Schulrätin Martina Puff. Insgesamt werden an den Grund- und Mittelschulen des Landkreises 3308 Kinder (Vorjahr 3386 Kinder) in 160 Klassen (Vorjahr 165 Klassen) unterrichtet. Darin enthalten sind 320 Kinder (im Vorjahr 266 Kinder) mit Migrationshintergrund.

Kunz betont, dass in den kommenden Jahren die Schülerzahlen wieder steigen werden. "Die Talsohle ist durchschritten." Ein Schwerpunkt im neuen Schuljahr sei dabei die Digitalisierung der Schulen und die gezielte Leseförderung.

Die Klassenstärken an den Grundschulen betragen 20,8 Kinder. An den Mittelschulen sitzen im Schnitt 20,4 Kinder in einer Klasse. "Die Zahlen sind damit weitgehend gleich geblieben", bilanziert Kunz. Leicht angestiegen seien hingen die Kombiklassen, davon gebe es jetzt 24. Nach Angaben von Kunz liegt der Landkreis damit voll im Trend. Weiter gibt es im Landkreis 15 M-Klassen und 12 Gebundene Ganztagsklassen an den Mittelschulen.

Doch nicht nur an den Schulbänken, auch in den Lehrerzimmern gibt es neue Gesichter. Neun Lehramtsanwärter kommen neu an die Schulen in den Landkreis, dazu noch zwei Fachlehreranwärter und eine Förderlehreranwärterin. Fünf der neuen Lehrkräfte kommen an eine Grundschule und vier an eine Mittelschule. Unterrichtet werden die Kinder von fast 300 Lehrkräften an den Grund- und Mittelschulen. Kunz freut sich, dass unter den neuen Lehrern auch Versetzungen aus Oberbayern sind. Einige Kollegen kommen wieder in die Heimat. Besonders macht er auf fünf Lehrer aufmerksam, die eine Zweitqualifizierung erwarben, um künftig an den Grund- und Mittelschulen unterrichten zu können. Eigentlich waren sie zuvor für die Realschule und das Gymnasium vorgesehen, erhielten dort aber keine Anstellung. Bezüglich der Mittelschule Waldershof, die aktuell als inaktiv geführt wird, sagt Kunz, dass diese in nächster Zeit mit Sicherheit nicht aktiv geführt wird. "Ich glaube, an diesem Zustand wird sich in naher Zukunft kaum etwas ändern."

Als Schwerpunkte für die neue Schulsaison sieht Kunz die Digitalisierung und das Lesen an den Grund- und Mittelschulen. "Da werden unsere Kommunen gefordert sein. Sie müssen Geld in die Hand nehmen, damit unsere Schulen im Digitalierungsbereich nicht abgehängt werden", sagte Kunz. In Zusammenarbeit mit den jeweiligen Schulleitern müssten die Kommunen gute Lösungen finden, zum Vorteil der Kinder.

Zweiter Schwerpunkt ist das Lesen an der Grundschule, das im neuen Schuljahr ganz besonders gefördert werden soll. Gut versorgt sind die Schulen mit Kindern mit Sprachbedarf und Migrationshintergrund. Hier werden eine ganze Reihe von Deutsch-Förderkreisen angeboten. Rudolf Kunz freut sich, dass sein erstes Schuljahr als Leitender Schulamtsdirektor gut vorbereitet ist. Voller Zuversicht blicken er und Martina Puff der Zukunft entgegen.

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