28.02.2019 - 17:19 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Gemeinsame Sache beim Wald

Die Waldarbeit ist mit Gefahr verbunden. Daran erinnerte Vorsitzender Johann Meister bei der Mitgliederversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft. Er ging auch auf Neuerungen und das 50-jährige Jubiläum ein.

Hervorragend besucht war die Mitgliederversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft Tirschenreuth, die im Kettelerhaus stattfand.
von Konrad RosnerProfil

Vor allem der Klimawandel in Form von Stürmen, Trockenheit und Schädlingsbefall führe dazu, dass bei der Waldarbeit ein immer größeres Gefahrenpotential geschaffen werde, sagte der Vorsitzende der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Tirschenreuth, Johann Meister, in der gut besuchten Mitgliederversammlung im Kettelerhaus. "Das Fällen von abgestorbenen Bäumen ist gefährlich", sagte Meister. Er bat deshalb alle Mitglieder, dass bei solchen Arbeiten der Einsatz von Harvestoren (Holzvollernter) bevorzugt werde.

Nicht minder groß sei die Gefahr durch die Tatsache, dass durch Kauf oder Erbe die Zahl der nichtlandwirtschaftlichen Waldbesitzer immer mehr zunehme. Ein Motorsägenkurs alleine reiche nicht aus, um die Gefahren, die mit der Waldarbeit verbunden seien, sicher zu erkennen. Die FBG biete Waldpflegeverträge an und schaffe so die Möglichkeit, dass die anstehende Waldarbeit professionell erledigt werde. Die Geschäftsstelle informiere zu diesem Thema gerne auch ausführlicher, betonte Meister.

Optimistisch ins Frühjahr

Das Jahr 2018 werde vor allem durch seine langanhaltende Trockenheit in Erinnerung bleiben, erklärte der Vorsitzende in seinem Rechenschaftsbericht. "Durch den akuten Wassermangel hat der Wald sehr gelitten." Bei Neuanpflanzungen habe man hohe Ausfälle hinnehmen müssen. Zudem erlaubte es die extreme Witterung, dass sich der Borkenkäfer schnell vermehren konnte. Schäden über das ganze Ringgebiet verteilt, seien die Folge gewesen.

Dennoch habe sich der Ausmaß, bezogen auf den mengenmäßigen Anfall von Käferholz, in Grenzen gehalten. Dank der ergiebigen Schnee- und Regenfälle in den letzten Wochen habe sich der Bodenwasserspeicher wieder etwas erholen können. Deshalb gehe man etwas optimistischer dem Frühjahr entgegen. "Dennoch müssen wir wachsam sein und die Wälder auf Befall von Schadinsekten überprüfen", empfahl Meister.

Meister wies darauf hin, dass die Forstbetriebsgemeinschaft in diesem Jahr ihre 50-jähriges Bestehen begeht. Dies wolle die Gemeinschaft am 7. Juli mit einem Fest in Kleinsterz gebührend feiern. An diesem Tag findet auch ein Festgottesdienst, eine Fahrzeugweihe sowie eine Ausstellung von verschiedenen Forstgeräten und -maschinen statt. Genauere Infos folgen noch.

Meister nahm auch zum Ostbayern-Ring und zum Neubau der Süd-Ost-Passage, HGÜ genannt, Stellung. Die Unterlagen können noch bis zum 12. März im Landratsamt eingesehen werden. Bei Fragen hierzu stehe auch FBG-Geschäftsführer Wolfgang Beer, zur Verfügung.

Beforstung in Eigenregie

Bezugnehmend zum Stadtwald Tirschenreuth sagte der Vorsitzende, dass die Stadt sich entschlossen habe, die Beförsterung ihres Stadtwaldes wieder in Eigenregie zu übernehmen. "Zusammen mit der Stadt Bärnau sind wir überein gekommen, in der interkommunalen Zusammenarbeit eine gemeinsame Beförsterung der Stadtwälder zu realisieren." Erst nach mehrmaligen Gesprächen mit beiden Kommunen habe man nun eine Einigung erzielt. Von dieser Entwicklung zeigte sich die Versammlung überrascht. Die FBG hoffe auf dieser Basis auf eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit.

Diese neue Aufgabe als Verantwortlicher für die Stadtwälder habe Förster Stefan Gradl übernommen, weshalb er zum 31. Oktober seine Tätigkeit bei der FBG beendete. Mit Christina Scholz stellte die FBG zum 1. November eine neue Försterin als Gradls Nachfolgerin ein. Den Bilanz- und Kassenbericht gab Aurelia Haberkorn ab, die sehr umfassend die Einnahmen und Ausgaben auflistete. Kassenprüfer Engelbert Meier bestätigte eine einwandfreie Kassenführung, die anschließende Entlastung erfolgte einstimmig.

Ebenso einstimmig wurde der Plan für den diesjährigen Haushalt, den Geschäftsführer Wolfgang Beer vorstellte, gebilligt. Des weiteren wurden die bisherigen Kassenprüfer Engelbert Meier und Josef Zeitler, die seit 32 Jahren dieses Amt ausübten, verabschiedet. Zu neuen Kassenprüfern wurden Armin Müller aus Seidlersreuth und Bernhard Härtl aus Wondreb bestellt. (Weiterer Bericht folgt)

Der Vorsitzende der Forstbetriebsgemeinschaft, Wolfgang Meister, ging in seiner Rede unter anderem auf das Gefahrenpotential der Waldarbeit ein. Die FBG biete Hilfe an.

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