Kleine Geschenke, ein Glücksrad, einige Glasröhren zum Einwerfen von Bällen sowie Informationsmaterial: Mit wenigen Utensilien führten drei Institutionen im Möbelhaus Gleißner zwei Tage lang eine Umfrage durch. Das Thema waren Gleichberechtigung, Gerechtigkeit, Frieden und andere Werte, die eine Demokratie ausmachen. Das Netzwerk Radikalisierungsprävention No.way, die Freiwilligenagentur Tirschenreuth und das Netzwerk Inklusion im Landkreis Tirschenreuth hatten diese Aktion ins Leben gerufen.
Nach zwei Tagen zogen die Betreuerinnen Christina Ponader vom Netzwerk Inklusion und Michaela Hahn, Mitarbeiterin am Jugendamt Neustadt/WN, eine durchweg positive Bilanz. Mehr als 200 Menschen nahmen an der Umfrage teil. „Wir wollten damit unterschwellig die Demokratie zu den Leuten bringen“, erklärte Christina Ponader. Die Fragen waren bewusst einfach gehalten: Je nach Farbe am Glücksrad gab es spezielle Fragen zur Demokratie. Danach konnten sich die Teilnehmenden entscheiden, welcher von drei oder vier Werten ihnen am wichtigsten ist.
In der Aktion, die zum zweiten Mal in der Region stattfand, kristallisierte sich am ersten Tag bei gut 100 Teilnehmern als wichtigster Wert mit 47 Stimmen die Gesundheit heraus, während Bildung 18 Punkte erhielt. Für Schutz und Sicherheit stimmten acht Personen. Frieden und Gerechtigkeit standen am nächsten Tag im Vordergrund. Die von der Bayerischen Staatsregierung finanzierte Aktion diente unter anderem der Meinungsbildung und sollte bewusst auf demokratische Grundprinzipien wie Menschen- und Kinderrechte, Nachhaltigkeit, Menschenwürde, Gleichberechtigung und Gerechtigkeit hinweisen. Ziel war es zudem, die Menschen im Alltag zu erreichen.
„Denn bei Veranstaltungen zu diesem Thema sind meist nur diejenigen anwesend, die ohnehin Demokratie leben oder sich dafür interessieren“, nannte Christina Ponader als weiteren Grund. Sie und Michaela Hahn erhielten viel Unterstützung für ihre Aktion, unter anderem von einigen politischen Amtsträgern und vom Möbelhaus Interliving Gleißner, das den Veranstaltungsraum bereitstellte. Nur vereinzelt habe es bei den Gesprächen kritische oder ablehnende Reaktionen auf das Thema Demokratie gegeben, stellten die beiden Fachfrauen erfreut fest.
Aufgrund der guten Resonanz ist es beschlossen, die Mitmach-Aktion ein weiteres Mal im Landkreis Tirschenreuth an einem neuen Standort zu veranstalten.
















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