16.12.2018 - 18:49 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Hamm AG weiter auf Rekordkurs

Noch nie wurden bei der Hamm AG so viele Walzen produziert wie in diesem Jahr. 11 500 Stück werden es am Jahresende sein. Die Weichen stehen weiter auf Wachstum.

Langjährige Mitarbeiter wurden für 25, beziehungsweise vierzig Jahre Betriebszugehörigkeit geehrt. Mit auf dem Bild auch die Mitarbeiter, die in den Ruhestand verabschiedet wurden. Unser Bild zeigt die Geehrten mit den beiden Vorständen, Personalchef Udo Kasseckert, (links) dem Betriebsrat und Bürgermeister Franz Stahl (rechts).
von Konrad RosnerProfil

Die Erfolgsgeschichte der Hamm AG geht weiter. Das wirtschaftliche Aushängeschild der Kreisstadt ist auf Expansionskurs. In diesem Jahr wurden beziehungsweise wird die Rekordzahl von 11 500 Walzen produziert. Für die beiden Vorstände Reinhold Baisch und Dr. Stefan Klumpp sind die Basis dieses beständigen Wachstums die weltweite Präsenz, individualisierte Lösungen, die hohe Kundenorientierung und der Wille, der Beste zu sein.

Entsprechend positiv fielen die Bilanzen bei der Weihnachtsfeier am Freitag im Kettelerhaus aus. Hamm-Marketingleiter Gottfried Beer freute sich, zur Weihnachtsfeier auch Aufsichtsratsvorsitzenden Domenic G. Ruccolo, die Aufsichtsratsmitglieder Rainer Otto, Dr. Günter Hähn, die Vorstände Reinhold Baisch und Dr. Stefan Klumpp sowie Bürgermeister Franz Stahl begrüßen zu können.

Aufsichtsratsvorsitzender Domenic G. Ruccolo erklärte, dass das erste Jahr nach dem Kauf von John Deere sehr spannend gewesen sei. Gemeinsam sei viel erreicht worden, der Rekordumsatz spreche für sich. Ruccolo verwies auf viele Investitionen in allen Standorten der Wirtgen Group. Auch in Tirschenreuth sei mächtig investiert worden. Interne Audits, so der Aufsichtsratsvorsitzende, hätten ergeben, dass in Tirschenreuth hervorragend gearbeitet werde. Innovationen seien auf den Weg gebracht worden, die man spätestens auf der Bauma 2019 in München vorstellen werde. John Deere und die Wirtgen Group seien zwei starke Partner, die sich dort auf 13 000 Quadratmetern gemeinsam präsentieren würden. "Das wird spannend", so Ruccolo.

In ihrem sehr umfangreichen Jahresrückblick verrieten die Vorstände Baisch und Klumpp, dass der Umsatz in der gesamten Wirtgen Group auf das Rekordniveau von mehr als drei Milliarden Euro angestiegen sei. Der Umsatz sei bei Hamm erstmals über 400 Millionen Euro geklettert, der Weltmarktanteil von 20 Prozent sei verteidigt worden. Das Werk Tirschenreuth sei noch größer geworden. Die Gummiradwalze sei durch die HP-Modell (Hamm Pneumatic) abgelöst worden. Es habe ein ganzes Feuerwerk von Investitionen gegeben. So sei eine neue Logistikhalle in Betrieb genommen und das Ersatzteillager erweitert worden. Auch das Bandagenwerk wurde vergrößert. Die Dauerteststrecke sei zudem deutlich ausgebaut worden. Zudem sei in die Abläufe investiert und neue SAP-Routinen in der Materialwirtschaft implementiert worden.

Trotz der umfangreichen Baumaßnahmen sei der Betrieb weiter gelaufen. Dafür dankten beide ausdrücklich allen Mitarbeitern, die dies mitgetragen hätten. 100 Neueinstellungen, mehr als 50 Auszubildenden - so viel wie noch nie - sprächen eine deutliche Sprache.

Das große Thema der Zukunft sei die Digitalisierung. Deshalb werde man auch künftig in neue Produkte und Lösungen investieren. Der Weg zur autonomen Maschine werde kommen. Die Integration der beiden Marken Hamm und John Deere sei gelungen. Deshalb zeigten sich beide überzeugt, dass "die Erfolgsgeschichte der Hamm AG weitergehen wird". Die Herausforderungen der Zukunft wolle man mit der Flexibilität aller Mitarbeiter, mit Innovation und global angehen. Großes Lob zollte beide Vorstände abschließend Aufsichtsratsvorsitzendem Domenic G. Ruccolo, der ungemein aktiv sei.

Bürgermeister Franz Stahl sparte nicht mit Komplimenten für das Unternehmen. Die Zusammenarbeit mit John Deere bezeichnete er als eine richtige und gute Entscheidung. Der Bürgermeister lobte die konfliktfreie Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem Unternehmen. Die Investitionen in Tirschenreuth bedeuteten Standortsicherheit und ein Fortführen der erfolgreichen Arbeit des größten Arbeitgebers der Stadt. Stahl abschließend: "Die Stadt Tirschenreuth steht zur Firma Hamm."

Betriebsratsvorsitzender Günther Hamm betonte in einem Grußwort, dass er sich schon auf 2019 freue. Mit Elan und Schwung wolle man in ein weiteres erfolgreiches Jahr starten. Gemeinsam mit den beiden Vorständen ehrte er die Jubilare und verabschiedete langjährige Mitarbeiter.

Den musikalischen Part in der Weihnachtsfeier übernahm im Anschluss daran die "King Size Combo".

Ehrungen und Verabschiedungen:

Für 25 Jahre Betriebszugehörigkeit wurden Stefan Engl, Harald Gmeiner, Dietmar Schertler und Bernd Schmidkonz geehrt, für jeweils 40 Jahre Betriebstreue wurden Hubert Bächer, Anton Ditz, Ferdinand Gatter, Hermann und Josef Laubert, Johann Reichl und Josef Wittmann ausgezeichnet.

Zudem wurde Alfons Schedl in die Altersteilzeit entlassen. Margot Gmeiner, Erwin Reber, Horst Fiedler, Werner Hellmich, Werner Klug, Wolfgang Pinzer, Engelbert Ertl, Gottlieb Schönberger, Nikolai Widiker, Alois Gühl und Josef Frötschl verabschiedete das Unternehmen in die Rente. (kro)

Aufsichtsratsvorsitzedner Domenic G. Ruccolo, „in allen Standorten sind gewaltige Investitionen getätigt worden, wir haben das höchste Investitionsniveau in der Geschichte erreicht“.
Eindrucksvolle Kulisse: Immer wieder imposant, die Weihnachtsfeier der HAMM AG im festlich geschückten Kettelerhaus.
Die beiden Vorstände Reinhold Baisch (links) und Dr. Stefan Klumpp lieferten einen imposanten Jahresrückblick ab und gaben auch eine kurzen Ausblick.
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