15.07.2018 - 10:41 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Höchste Baustelle der Stadt

Das neue Feuerwehrhaus in Tirschenreuth hat seine geplante Höhe erreicht: 24 Meter ragt der Übungsturm in die Luft. Ein Alleinstellungsmerkmal in der Kreisstadt.

Besprechung auf der Baustelle: Harald Eckstein, stellvertretender Kämmerer, Bürgermeister Franz Stahl, Kommandant Matthias Haulena, Vorsitzender Markus Mayer, ehemaliger Kommandant Harald Birner, stellvertretender Kommandant Thomas Keller, Architekt Peter Brückner, Bauleiter Stefan Dostler, Stadtbaumeister Andras Ockl, Praktikant Nico Wiesenth und Bauleiterin Theresa Haubner.
von Lena Schulze Kontakt Profil

"Eine völlig neue Stadtsilhouette", bemerkt Bürgermeister Franz Stahl. Ehemalige Polizei, Elisabethenhaus, Rofing-Areal, Rathaus: Derzeit gibt es viele Baustellen. Die derzeit höchste Baustelle in der Kreisstadt ist allerdings der Übungsturm des neuen Feuerwehr-Gerätehauses an der Mitterteicher Straße. Bereits 24 Meter ist der Trum in die Höhe gewachsen. Sechs Meter hohe Masten auf dem Turm runden das architektonische Bauwerk ab.

Nach der Grundsteinlegung im März musste zunächst das Fundament ordentlich gelegt werden, dann schoss das neue Gerätehaus regelrecht in die Höhe. Die Größe des Gebäudes unterstreiche auch die Wichtigkeit des Ehrenamts, so Stahl. "Schon der Rohbau ist sehr beeindruckend", sagt er. Auch städtebaulich ist das neue Feuerwehrhaus ein wichtiges Element am Ortseingang. Neben der notwendigen Funktionalität sollte es auch besonders attraktiv sein. Darum kümmert sich das Architekturbüro "Brückner & Brückner", insbesondere die Baustellenleiter Stefan Dostler und Theresa Haubner.

Einzigartig in der Region

"Wir haben lange über die Notwendigkeit des Turms diskutiert", erklärt der Bürgermeister. Aber es sei sehr wichtig, den Ernstfall, die Rettung in Hochhäusern simulieren und trainieren zu können. "In der nördlichen Oberpfalz ist der Trum einmalig", wissen die Feuerwehrmänner. Nur in Regensburg gibt es noch einen.

Mit dem Bau ist die Stadt im Zeitplan. Der letzte Wandabschnitt ist betoniert, die Turm-Treppe mit 126 Stufen über vier Ebenen fertiggestellt. Die Handwerker (Firma Bauer Erbendorf) führen noch finale Arbeiten am Flachdach des Übungsturms durch, so dass bis Ende Juli der Kran und das Gerüst abgebaut werden können.

Wie in einer Vitrine stehen später die zehn Feuerwehrfahrzeuge in der Halle hinter den elf großen Toren. Hinter einem Tor verbirgt sich der Fahrzeug-Waschraum. Direkt dahinter ist der Sozialtrakt mit Gemeinschaftsräumen und Lagern angeschlossenen. Auch hier gehen die Arbeiten voran. Das Dach ist abgedichtet, Tore und Fenster montiert. Sie sind so gesetzt, dass man durch das Gebäude durchsehen kann. Die Betonwände werden später noch mit Holz verkleidet. Derzeit finden noch Sanitär- und Heizungsinstallationen statt, dann beginnt die Elektroinstallation. "Das ganze Gebäude ist auf einer Ebene, ohne Treppen", betont ehemaliger Kommandant Harald Birner, der stark in die Planungen involviert war. "Jetzt müssen wir die Schläuche zum reinigen und trocknen per Hand in den Keller tragen." Zusätzlich ist in den Neubau die Atemschutzwerkstatt des Landkreises integriert. Feuerwehren aus der ganzen Region können dort künftig ihre Geräte warten.

Kein Luxusbau

Mit 5,5 Millionen Euro ist das neue Feuerwehrhaus kein Luxusbau, betont Stahl. Zuschuss erhält die Stadt durch eine staatliche Förderung von 900 000 Euro. "Wir haben lange und intensive mit der Feuerwehr diskutiert, was unbedingt nötig ist", erklärt das Stadtoberhaupt.

Das Areal ist insgesamt 6500 Quadratmeter groß. Im Außenbereich entstehen 37 Parkplätze. "Die Gewerke geben wirklich Vollgas", sagt Stahl. Noch dieses Jahr möchte die Feuerwehr ins neue Gebäude einziehen. Nach der Fertigstellung der Außenanlagen plant die Stadt die offizielle Einweihung für Mai 2019.

Bauleiter Stefan Dostler, Architekt Peter Brückner und Bürgermeister Franz Stahl genießen den außergewöhnlichen Ausblick. Nicht wegen seiner Höhe von 24 Metern hat der Übungsturm des neuen Feuerwehrgerätehaus ein Alleinstellungsmerkmal in der Stadt.

Fortschritte im neuen Feuerwehrgerätehaus: Bürgermeister Franz Stahl (Mitte mit Krawatte) verschafft sich mit den Feuerwehrleuten und den Bauleitern des Architekturbüros Brückner und Brückner einen Überblick über die Baustelle in der Mitterteicher Straße.

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