07.04.2020 - 16:15 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Inzwischen im Landkreis Tirschenreuth fast 50 Corona-Tote

Die Zahl der Coronafälle nimmt im Landkreis Tirschenreuth weiter zu. Und auch die Zahl der Todesfälle steigt weiter. Mittlerweile sind es (Stand 7. April, 14 Uhr) im Landkreis 873 bestätigte Erkrankungen und 49 Todesfälle.

Diese vom Center for Disease Control and Prevention (CDC) erstellte Illustration zeigt den neuartigen Coronavirus 2019.
von Wolfgang Benkhardt Kontakt Profil

Mittlerweile sind es (Stand 7. April, 14 Uhr) im Landkreis Tirschenreuth 873 bestätigte Erkrankungen und 49 Todesfälle. Innerhalb eines Tages wurden 59 Corona-Erkrankungen und 5 Personen, die an dem Virus verstorben sind, neu registriert. "Es gibt in fast allen Gemeinden im Landkreis bestätigte Fälle", betont der Pressesprecher des Landratsamtes, Wolfgang Fenzl. Die Situation spitzt sich damit weiter zu. Der Versorgungsarzt für den Landkreis Tirschenreuth, Dr. Peter Deinlein, rät mittlerweile allen Bürgern im Landkreis aufgrund der aktuellen Situation dringend, selbst bei leichten grippalen Beschwerden sofort zu Hause zu bleiben, umgehend telefonisch den Hausarzt zu kontaktieren und sich krank schreiben zu lassen.

Immer mehr zum Problem werden dabei Pflegekräfte, die vielerorts ausgefallen sind oder fehlen. Hier hofft das Landratsamt auf einen "Pflegepool", der zur Absicherung der pflegerischen Versorgung für die Menschen in Bayern aufgrund der Corona-Krise vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP) in Zusammenarbeit mit der Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdBP) als Internetplattform freigeschaltet worden ist. "Hier können sich Personen mit Ausbildung oder Erfahrungen in einem pflegerischen Beruf registrieren, um die pflegerische und medizinische Versorgung zu unterstützen", betont Fenzl.

Dieser Aufruf richtet sich insbesondere auch an Medizinisch-Technische Assistenten (MTRA, MTLA), Medizinische Fachangestellte (MFA), Operationstechnische Assistenten (OTA), Anästhesietechnische Assistenten (ATA), Intensivfachpflegekräfte (IPK), Notfallsanitäter, Pharmazeutisch-Technische Assistenten (PTA) sowie Hebammen, die derzeit nicht aktiv in ihrem jeweiligen Beruf tätig sind. Die Freiwilligen werden nur für den Zeitraum des geltenden Katastrophenfalls eingesetzt und während ihres Einsatzes von der Arbeitsleistung für ihren Arbeitgeber freigestellt. Gleichzeitig erhalten diese ihr Arbeitsentgelt fort, wobei der Arbeitgeber Freistellungs-, Lohn- und Verdienstfortzahlungsansprüche nach dem Bayerischen Katastrophenschutzgesetz (BayKSG) geltend machen kann. Selbstständige erhalten Ersatz für ihren Verdienstausfall. "Der Landkreis Tirschenreuth begrüßt ausdrücklich diese Initiative, um die im Landkreis vorhandenen pflegerischen Strukturen zu unterstützen und bedankt sich schon jetzt bei allen Freiwilligen für ihre Bereitschaft, ihr Engagement und ihre Unterstützung", betont Fenzl. Informationen sind dazu auch auf der Homepage des Landkreises (www.kreis-tir.de) abrufbar. Für alle Fragen rund um die schriftliche Bescheidserteilung in Zusammenhang mit angeordneter Quarantäne durch das Gesundheitsamt wurde eine zentrale E-Mail-Adresse eingerichtet (quarantaene[at]tirschenreuth[dot]de), an die unter Angabe des Namens, der Adresse und Telefonnummer alle Fragen bezüglich der "Quarantäne-Bescheide" gestellt werden sollen. Hintergrund

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Pflegepool

Für die Mitarbeit im Pflegepool wird eine projektbezogene und kostenlose Mitgliedschaft beim BRK gebildet, wobei keine Verpflichtung für eine Mindestzahl von Einsatzstunden besteht. Außerdem besteht keine Mindestdauer für diese Mitgliedschaft, die jederzeit beendet werden kann. Der Einsatz ist ausschließlich auf die Corona-Pandemie beschränkt.

Die Anforderung von Unterstützung aus dem Pflegepool und die Verteilung der Freiwilligen auf Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und ähnliches erfolgt im Bedarfsfall durch die Führungsgruppen Katastrophenschutz (FüGK), die für ihr jeweiliges Einsatzgebiet Datensätze aus dem Pflegepool erhalten. „Eine direkte Weitergabe an mögliche Einsatzstellen erfolgt nicht“, versichert das Landratsamt.

Für weitere Angaben und Informationen sowie die Registrierung wird auf die Seite www.vdpb-bayern.de/pflegepool-fuer-bayern/ im Internet verwiesen. Darüber hinaus ist eine E-Mail-Kontaktaufnahme unter pflegepool-bayern[at]vdpd-bayern[dot]de oder per Telefon unter 089/2 620 715-02 (Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 17 Uhr) möglich.

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