10.11.2019 - 15:20 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

James Bond, Harry Potter und glorreiche Sieben

Das Syphonieorchester im Stiftland begeistert im Kettelerhaus – vor allem mit einem mitreißenden zweiten Teil. Der erste Abschnitt des Konzerts war nicht so leicht verdaulich.

Jakob Joannes Schröder begeistert mit seinen Musikern das Publikum mit Filmmusik
von Autor ZCHProfil

Filmmusik gab es am Samstagabend im fast voll besetzten Kettelerhaus vom Symphonieorchester im Stiftland der Kreismusikschule Tirschenreuth. Unter der Leitung von Jakob Johannes Schröder wurde die Musik zu vielen bekannten und einem völlig unbekannten Film vorgestellt.

In ihrer Begrüßung freute sich die stellvertretende Musikschulleiterin Carol Bischoff über das großartige Programm und über den guten Besuch. Der erste Teil des Abends war nicht ganz leicht verdaulich, sowohl für das Publikum als auch für die Orchestermusiker. Für den russischen Stummfilm "Das neue Babylon" hat Dimitri Schostakowitsch die Musik geschrieben. Hoch komplex, schwer zu realisieren und mit kompliziertem Rhythmus sind die Sätze "Krieg", "Paris", "Belagerung von Paris", "Operette" und "Versailles" eine echte Herausforderung. Die Musiker und Dirigent Jakob Johannes Schröder gaben ihr Bestes und stellten sich dem schwer zu spielenden und ebenso schwer zu verstehenden Werk unerschrocken und mutig.

Falsch oder muss das so sein?

Man war nie sicher: Spielen sie jetzt falsch, oder muss das so sein? Das Publikum befand sich mit diesen Empfindungen durchaus im Konsens mit Publikum und Orchester bei der Uraufführung im Jahr 1929, die in einem Fiasko endete. Damals wurde vermutet, der Dirigent sei betrunken.

Im zweiten Teil waren sich die Zuhörer aber sicher: So muss das klingen! John Williams, einer der führenden Filmmusik-Komponisten, war mit den grandiosen Klängen der "Star-Wars"-Episode "Das Imperium schlägt zurück" vertreten. In dem Medley mit den Klängen von "Main Theme", "May The Force Be With You", "Han Solo And The Princess", "Yoda's Theme" und "The Imperial March" bekam so mancher Konzertbesucher Gänsehaut.

Victor Lopez wurde durch seine Musik zu den James-Bond-Filmen berühmt. "The James Bond Theme", "For Your Eyes Only", "Goldfinger", "Live And Let Die" und "Nobody Does It Better" kennt fast jeder.

Weniger bekannt ist die Musik zu dem Film "Robin Hood, König der Vagabunden" aus dem Jahr 1938. Erich W. Korngold bekam für die Musik einen Oskar. "Der Pate" mit der Musik von Nino de Rota ist dagegen wieder sehr bekannt, ebenso die mitreißenden Melodien von Henry Mancini "Baby Elephant Walk", "Charade", "The Pink Panther", "Days Of Wine And Roses" sowie "Peter Gunn".

Bravorufe und Applaus

Harry Potter durfte in dem Programm auch nicht fehlen. In dem Medley aus dem Film "Der Feuerkelch" von John Williams und Patrick Doyle fühlt man sich nach Hogwarts versetzt. Der krönende Abschluss war die Musik zu dem Western "Die glorreichen Sieben" von Elmer Bernstein. Großartige Klänge, einfühlsame Melodien und ein mitreißender Rhythmus ließen das Publikum am Ende begeistert applaudieren, pfeifen und Bravo rufen. Für den langanhaltenden Beifall bedankt sich das Orchester mit einem Abba-Medley.

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