Olga Luft war am Donnerstagabend in einem knapp sechsminütigen Beitrag der BR-Sendung "quer" Hauptdarstellerin. Dabei ging es um die hohen Coronazahlen im Landkreis Tirschenreuth. Luft hatte bereits im Mitte 2020 in Oberpfalz-Medien berichtet, dass viele ältere Bekannte täglich bei ihr anrufen, weil sie Zuspruch brauchen aus Einsamkeit.
"Der BR hat am Sonntagabend bei mir angerufen, ob am Montagfrüh ein Filmteam zu mir kommen kann", erzählt die Tirschenreutherin. Sie sei ja da, habe sie gesagt, berichtet Luft weiter. "Ich habe gefragt, was ich machen soll und bekam die Antwort, ich solle einfach meinen Alltag darstellen." Also öffnete Olga Luft am Montagvormittag ihr Haus für zwei Kameraleute und Redakteurin Andrea Neumeier und kochte erst einmal in aller Ruhe Kaffee. Bis in die Mittagszeit hinein wurde jeder Schritt und Tritt von ihr aufgezeichnet.
"Fünf Stunden lang war das BR-Team hier", sagt Olga Luft. Sie sollte telefonieren, wie schon so oft mit Bekannten, die ihr die Angst vor Corona klagen. Luft erzählte vor der Kamera auch von der Frau, die sich wegen der Einsamkeit sogar das Leben nehmen wollte und davon, dass sie per Telefon "Beschäftigungstherapie" betreibe. Einer "fiktiven" Telefongesprächspartnerin riet sie, wieder einmal Schweinebraten zu kochen, mit selbstgemachten Knödeln.
Zur Aufarbeitung des Themas "hoher Inzidenzwert in der Nordoberpfalz" hat das Filmteam auch Bürgermeister Franz Stahl interviewt. Es gab Szenen aus dem Holzwerk der Ziegler-Group Liebenstein und bei der Schott-Rohrglas Mitterteich. Außerdem berichtet ein tschechischer Grenzpendler vom schwierigen Arbeitsalltag mit Coronatests alle zwei Tage und der Unsicherheit, ob man am nächsten Tag überhaupt zur Arbeit fahren darf über die Grenze.













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